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Istanbul
Türkei plant Pufferzone an der Grenze zu Syrien

Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten
Fotos: Erdogan – vom Häftling zum Ministerpräsidenten FOTO: AP
Istanbul. Vor einer Sondersitzung der Nato hat die Türkei den militärischen Druck auf die Kurden sowohl im Irak als auch in Syrien mit neuen Angriffen verstärkt. Im eigentlichen Kriegsgeschehen in Syrien im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) ist nach US-Medienberichten ein sogenannter Sicherheitskorridor entlang der Grenze zur Türkei geplant, den syrische Flüchtlinge nutzen könnten. Dafür sollten US-Kampfflieger, syrische Rebellen und das türkische Militär in der umkämpften Region eng kooperieren.

Ankara hatte am Sonntagabend eine Sondersitzung der Nato-Botschafter beantragt, die für heute angesetzt wurde. Man wolle aufgrund der Angriffe auf die nationale Sicherheit und der Bedrohungen das weitere Vorgehen mit den Verbündeten beraten, erklärte das türkische Außenministerium. Konsultationen nach Artikel vier des Nato-Vertrags sind möglich, wenn ein Bündnispartner die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht sieht.

Die Bundesregierung sieht in dem Konflikt der Türkei mit der Terrororganisation IS derzeit keine Grundlage für einen Nato-Einsatz. "Der Bündnisfall ist weit weg", sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter. Die Linke forderte angesichts des Vorgehens der Türken gegen Kurden den Abzug deutscher "Patriot"-Raketen aus der Türkei.

(dpa)
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