Massive Störungen bei Debatte um Ausländerrecht: Tumult bei Diskussion mit Beckstein in Göttingen
zuletzt aktualisiert: 31.05.2001 - 09:39Göttingen (rpo). Geplant war eine Diskussionsveranstaltung mit dem bayerischen Innenminister Günther Beckstein (CSU) zum Thema Ausländerrecht. Bereits zu Beginn kam es in Göttingen am späten Mittwochabend zu Ausschreitungen linksautonomer Gruppen.
Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, nahmen an der vom Ring Christlich Demokratischer Studenten (RCDS) organisierten Podiumsdiskussion mit dem CSU-Politiker sowie dem CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach zum Ausländerrecht 240 Personen teil. Etwa 40 von ihnen störten die Veranstaltung gleich zu Beginn so massiv, dass sie in einen anderen Raum verlegt werden musste. Die Störer, die den Beginn der Diskussion mit rhythmischem Klatschen und lautstarkem Pfeifen verhindert hatten, wurden von der Polizei aus dem Gebäude geleitet.
Daraufhin blockierten aber rund 200 Demonstranten eine Straße, die wiederum von Einsatzkräften der Polizei geräumt wurde. Ein entzündetes Feuer mit Holzpaletten auf einer Kreuzung wurde von der Göttinger Berufsfeuerwehr gelöscht. Während der Demonstration vor dem Veranstaltungsgebäude wurde ein 26-jähriger Mann nach Widerstandshandlungen gegen Einsatzkräfte festgenommen und zum Ende der Veranstaltung wieder entlassen. Bei einer 23-jährigen Frau wurden die Personalien festgestellt, nachdem sie Polizisten wiederholt bespuckt hatte. Gegen eine Polizeikette wurden aus der Demonstration heraus vier Stühle und ein Farbbeutel geworfen, verletzt wurde aber niemand. Die Diskussionsveranatsltung endete mit etwa halbstündiger Verspätung ohne weitere Vorkommnisse.
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