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Berlin
Umweltbundesamt besorgt über neues Treibhausgas
Berlin. Ein bei der Produktion von Flachbildschirmen und Solarzellen entstehendes, besonders klimaschädliches Treibhausgas soll ab sofort in Deutschland stärker überwacht werden. "Wir wissen, dass die Konzentration von Stickstofftrifluorid (NF3) in der Atmosphäre deutlich ansteigt. Dieser Stoff zählt zu den klimawirksamsten Gasen, die wir in der Atmosphäre haben", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Jochen Flasbarth. NF3 ist 17 200 Mal schädlicher als Kohlendioxid und hält sich bis zu 740 Jahre in der Atmosphäre.

Bisher ist der Gesamt-ausstoß sehr gering – er wächst aber nach Schätzungen des Amtes um jährlich rund elf Prozent. Das UBA will die NF3-Menge in Deutschland unter anderem durch Meldungen über die Emissionsentwicklung aus der Solarindustrie und über Probemessungen auf der Zugspitze erfassen. Flasbarth verweist zudem darauf, dass bei der Herstellung von Flachbildschirmen und Dünnschicht-Solarzellen mittlerweile weit weniger klimaschädliche Stoffe erprobt würden.

Quelle: dpa
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