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Genf
UN: Lage der Zivilisten in Syrien völlig aussichtslos

Genf. Unter grauenhaften Bedingungen sind im Syrien-Krieg laut UN-Angaben mehr als 600.000 Zivilisten in belagerten Orten von nahezu jeglicher humanitärer Hilfe abgeschnitten. Ihre Notlage werde zudem durch willkürliche Angriffe auf die Zivilbevölkerung sowie auf medizinisches Personal und Krankenhäuser sowie die Blockierung von Hilfstransporten verschärft, erklärte die vom UN-Menschenrechtsrat berufene Untersuchungskommission für Syrien. Besonders in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo, die gnadenlos von den Regierungstruppen bombardiert werde, habe die Gewaltanwendung gegen Zivilisten "ein bislang beispielloses Niveau" erreicht, heißt es in einem neuen Lagebericht des unabhängigen Gremiums.

"Die Belagerung und Aushungerung ganzer Orte wird überall im Land mit verheerenden Folgen als Kriegstaktik angewandt", erklärte die Kommission. Die Menschen in umkämpften Stadtteilen hätten keinerlei Chance zu fliehen, während sie nahezu täglich bombardiert würden, heißt es weiter.

(dpa)
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