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Auch in den USA demonstrieren die Menschen: Unruhen und Festnahmen in San Francisco

zuletzt aktualisiert: 21.03.2003 - 14:14

San Francisco (rpo). Auch in den USA wird gegen den Irak-Krieg protestiert. Bei Demonstrationen gegen in San Francisco ist es zu Unruhen und Festnahmen gekommen. Heute sollen die Mahnwachen und Proteste weltweit fortgesetzt werden.

Iin den USA haben mehrere tausend Menschen gegen den Krieg ihres Landes gegen Irak demonstriert. Eine der größten Protestkundgebungen gab es am Donnerstag in San Francisco. Dort blockierten Demonstranten Teile der Innenstadt und einige Ausfahrten der Oakland-Bay-Bridge. Schwerbewaffnete Polizeibeamte nahmen über 1.000 Menschen fest. Protestkundgebungen mit mehreren hundert Teilnehmern wurden auch aus Pittsburgh, New York und Washington gemeldet.

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In San Francisco blockierten mehr als Tausend Menschen Straßen und Zugänge zu Büros. Bis zu zwanzig Straßenkreuzungen waren während des morgendlichen Berufsverkehrs teilweise versperrt. Am Mittwoch hatte ein 44 Jahre alter Mann, der beim Sturz von der 70 Meter hohen Golden Gate Brücke starb, eine Protesterklärung gegen den Krieg verlesen, berichteten Augenzeugen dem "San Francisco Chronicle".

In New York skandierten die Demonstranten "Anti-Bush- Parolen". Weltweit haben Millionen Menschen gegen den Krieg demonstriert.

Auch heute Proteste gegen den Krieg

Mit Mahnwachen, Friedensgebeten und Demonstrationen wollen Kriegsgegner in ganz Deutschland heute ihren Protest gegen den Irakkrieg fortsetzen. Gestern waren rund 200 000 Menschen im mehreren Städten auf die Straße gegangen. Die größten Demonstrationen gab es in Berlin, wo rund 100 000 Kriegsgegner gegen den Militärschlag der USA protestierten. In der Hauptstadt sind heute unter anderem Mahnwachen vor der US-Botschaft geplant, in der Berliner Gedächtniskirche soll es stündlich Friedensgebete geben.

Friedman warnt vor "Verflachung"

Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Michel Friedman, warnte unterdessen vor einer "Verflachung" in der Debatte über den Irak-Krieg. Zwar seien die Demonstrationen gegen den Krieg ein gutes ethisches und moralisches Zeichen. "Bei einem Teil der Demonstranten stellt sich mir aber die Frage, ob sie zwischen Ursache und Wirkung, zwischen Freund und Feind unterscheiden", sagte Friedman in einem dpa-Gespräch in Frankfurt.

   


 
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