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Nach Einsatz im Kosovo-Krieg: USA: Keine Gefahr durch Uranmunition

zuletzt aktualisiert: 05.01.2001 - 11:14

Washington (AP). Die USA sind am Donnerstag den wachsenden Sorgen europäischer Nato-Staaten über Gesundheitsgefahren für Soldaten durch amerikanische Uranmunition auf dem Balkan entgegengetreten. "Wir haben keine Verbindung zwischen Krankheitsfällen und dem Ausgesetzsein abgereicherten Urans gefunden", sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministerium, Kenneth Bacon.

Das französische Verteidigungsministerium hatte am Donnerstag erklärt, vier Soldaten, die 1999 im Kosovo gedient hätten, seien an Leukämie erkrankt. In Italien sind bislang sechs auf dem Balkan eingesetzte Soldaten an Krebs gestorben. Die Bundeswehr hat nach eigenen Angaben bei ihren Soldaten keine derartigen Erkrankungen festgestellt. Auch in Tschechien ist ein Soldat, der in Bosnien stationiert war, an Leukämie gestorben, wie das Verteidigungsministerium in Prag am Donnerstag mitteilte.

Die italienische Regierung hat die NATO aufgefordert, alle ihr zur Verfügung stehenden Informationen über Waffen mit abgereichertem Uran offen zu legen. Bei dem verdächtigten Gerät handelt es sich ausschließlich um US-Waffen und -Munition. NATO-Generalsekretär George Robertson hatte im Frühjahr vergangenen Jahres bestätigt, dass US-Kampfflugzeuge während des Kosovo-Krieges Munition mit schwach radioaktivem, abgereichertem Uran gegen gepanzerte Ziele abgeschossen hatten. Die rund 31.000 Geschosse seien auf Grund ihrer hohen Durchschlagskraft gegen die jugoslawische Armee eingesetzt worden. Ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sind bislang umstritten.

Quelle: RPO Archiv

 
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