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PKK beendet bewaffneten Kampf gegen die Türkei: Verbotene Arbeiterpartei folgt Aufruf Öcalans

zuletzt aktualisiert: 09.02.2000

Genf (dpa). Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) hat das Ende ihres bewaffneten Kampfes gegen den türkischen Staat und die Auflösung ihrer Kampfverbände angekündigt. Damit folgte die Organisation dem Aufruf ihres in der Türkei inhaftierten Vorsitzenden Abdullah Öcalan.

Künftig werde es bei der PKK nur noch "Volksverteidigungskräfte" geben, teilte der Präsidial-Rat der Partei in einem am Mittwoch in Genf verbreiteten Fax mit. Dieser Beschluss sei auf dem 7. PKK- Parteikongress gefallen. Wo der Kongress stattfand und wie viele Delegierte daran teilnahmen, blieb unklar.

Öcalan, den ein türkisches Gericht wegen Hochverrats und mehrerer Morde zum Tode verurteilt hat, hatte seine Anhänger nach seiner Festnahme aufgefordert, vom bewaffneten Kampf abzulassen und die PKK in eine demokratische politische Partei umzuwandeln.

Der blutige Konflikt zwischen der türkischen Staatsmacht und kurdischen Kämpfern hat in den vergangenen 15 Jahren mehr als 32 000 Menschen das Leben gekostet. Die PKK räumte in ihrer Erklärung ein, dass es im Laufe der Jahre auch auf kurdischer Seite Banden gegeben habe, die sich "außerhalb der Kriegskonventionen bewegten und Schaden verursachten". Die Partei verurteile diese Art von Vorfällen, "die in ihrem Namen geschahen und nicht verhindert werden konnten".

Quelle: RPO Archiv

 
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