FDP-Politikerin Kopp für offizielle Reisewarnung: Verbraucherzentrale fordert Kulanz bei Tunesien-Reisen
zuletzt aktualisiert: 18.04.2002 - 09:40Frankfurt/Main (rpo). Aus der Sicht von Verbruacherschützern sollten Tunesien-Urlauber ihre Reise ohne Mehrkosten umbuchen können. Auch die FDP-Politikerin Gudrun Knopp fordert eine offizielle Reiesewarnung für Tunesien.
Die Verbraucherzentrale wies darauf hin, dass Reiseverträge wegen höherer Gewalt nur gekündigt werden könnten, wenn eine grundsätzliche Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliege. Derzeit rät das Amt in Berlin jedoch nur zu erhöhter Vorsicht. Bei einer Kündigung des Reisevertrages müssten die Kunden deswegen mit Stornierungskosten rechnen.
Sollten bei bereits gebuchten Reisen Teile des Programms wie etwa Ausflüge aus Sicherheitsgründen abgesagt werden, so können nach Auffassung der Verbraucherzentrale Minderungsansprüche gegen den Reiseveranstalter geltend gemacht werden.
Unterdessen forderte die verbraucherpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gudrun Kopp, eine offizielle Reisewarnung für Tunesien. "Es ist unverantwortlich, keine allgemeine Warnung auszusprechen, wenn selbst die Regierung von einem Terroranschlag ausgeht", sagte Kopp der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe). Der Vorsitzende des Bundestags-Verbraucherausschusses, Peter Harry Carstensen (CDU), verlangte laut "Bild" von Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne), dass sie sofort mit dem Auswärtigen Amt und den Reiseveranstaltern über kulante Rücktrittsregeln für Tunesienurlauber verhandele.
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