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| 09.47 Uhr

Berlin
Verdacht auf illegale Parteispende an die AfD

Berlin. Umstrittene Wahlwerbung für die Alternative für Deutschland (AfD) in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hat den Ruf nach einer Prüfung möglicher illegaler Parteispenden laut werden lassen. Großplakate und ein "Extrablatt", das gratis an rund zwei Millionen Haushalte verteilt wurde, informieren "über die negativen Folgen der Einwanderungs- und Euro-Politik". Sie machen Stimmung gegen Flüchtlinge, werfen den Medien Manipulation vor und rufen zur Wahl der AfD auf.

Die rechtskonservative Partei kann bei den Wahlen am Sonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit zweistelligen Ergebnissen rechnen. Der baden-württembergische AfD-Spitzenkandidat, Jörg Meuthen, betonte, weder vom "Extrablatt" noch von den Großplakaten gewusst zu haben: "Meine Partei hat damit nichts zu tun." Grüne, CDU und FDP wollen prüfen lassen, ob es sich um illegale Parteispenden handeln könnte.

Verantwortlicher Chefredakteur des Gratisblatts ist laut Impressum Josef Konrad, AfD-Mitglied und Inhaber einer PR-Firma aus Oberfranken. Finanziert habe es eine Gruppe, die die AfD stärken wolle, sagte Konrad dem "Spiegel". Anwälte hätten versichert, es handele sich nicht um eine Parteispende. Es soll nach "Bild"-Informationen Hunderttausende Euro gekostet haben. Konrad soll zwölf Millionäre an der Hand haben, die weitere Aktionen zur Unterstützung der AfD planen.

Unterdessen griff Kanzlerin Merkel die AfD frontal an. "Die AfD ist eine Partei, die die Gesellschaft nicht zusammenführt und keine geeigneten Lösungen für die Probleme anbietet, sondern Vorurteile schürt und spaltet", sagte die CDU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag". Es sei nötig, sich mit AfD-Vertretern öffentlich auseinanderzusetzen.

(dpa)
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