Eine Chronik:: Verhältnis Israel und Libanon
zuletzt aktualisiert: 24.05.2000 - 16:11Frankfurt/Main (AP). Über viele Jahre hinweg war die Beziehung zwischen Israel und dem bbomenachbarten Libanon geprägt von Konflikten und Kriegshandlungen. Hier eine Chronik wichtiger Ereignisse in dem problematischen Verhältnis beider Staaten:
April 1975 - Ausbruch des zweiten Bürgerkriegs zwischen christlichen Milizen und Moslems.
Mai 1976 - Durch das militärische Eingreifen Syriens wird eine Niederlage der christlichen Milizen verhindert.
11. März 1978 - Palästinensische Guerillas, die in Libanon stationiert sind, überfallen einen Bus in der Nähe von Tel Aviv, dabei werden mehr als 35 Menschen getötet. Drei Tage später dringen israelische Einheiten in den Südlibanon ein.
14./15. März 1978: Zeitweilige Besetzung Südlibanons durch israelische Streitkräfte; Einrücken von UN-Friedenstruppen.
18. April 1979: Südlibanesische palästinenserfeindliche Milizen rufen in Grenznähe Israels ein unabhängiges Gebiet ("Freies Libanon") aus.
4. Juni 1982 - Der israelische Botschafter Schlomo Argov wird bei einem Attentat durch palästinensische Araber in London schwer verletzt.
6. Juni 1982: Als Reaktion auf das Attentat dringen israelische Streitkräfte bis nach Beirut vor (Operation "Frieden für Galiläa"). 14.000 Libanesen und Palästinenser werden getötet.
August 1982 - Stationierung einer multinationalen Friedenstruppe in Beirut; Abzug der PLO aus der Stadt.
15. September 1982 - Trotz Abzug der PLO-Einheiten besetzen israelische Truppen nach der Ermordung des neugewählten Präsidenten Baschir Dschemajel Westbeirut. Die Folge sind blutige Massaker in den Palästinenserlagern von Sabra und Schatila.
1983 - Der PLO-Führer Jassir Arafat verlässt zusammen mit 4.000 seiner Gefolgsleute Libanon in Richtung Tunesien, Algerien und Jemen.
17. Mai 1983 - Versöhnungsversuche zwischen Israel und Syrien, vermittelt durch die Amerikaner, scheitern.
1985 - Die immer wieder fehlschlagenden Versöhnungskonferenzen der Bürgerkriegsparteien führen zu einer Reihe von Geiselnahmen und politischen Morden.
Juli 1985 - Die israelischen Truppen ziehen sich auf eine zehn bis 20 Kilometer breite "Sicherheitszone" im Süden des Landes zurück. Die Hisbollah beginnt daraufhin mit ihren Guerillaaktionen.
22. Oktober 1989 - Das libanesische Parlament und Mitglieder der Arabischen Liga arbeiten einen Friedenplan aus, um den Bürgerkrieg zu beenden.
25. Juli 1993 - Israelische Streitkräfte beginnen mit der größten Offensive auf Hisbollah-Stützpunkte in Südlibanon seit der Invasion von 1982.
31. Juli 1993 - Israel stoppt seine massiven Angriffe auf Südlibanon, nachdem die libanesische und syrische Regierung auf Vermittlung der USA zugesichert haben, die Hisbollah unter Kontrolle zu bringen.
April 1996 - Als Antwort auf schwere Raketenangriffe seitens der Hisbollah intensivieren die Israelis ihren Beschuss von Hisbollah-Standorten. Mehr als 100 libanesische Zivilisten, die in einer UN-Basis Sicherheit suchen, werden durch einen israelischen Raketeneinschlag getötet.
1. April 1998 - Das israelische Kabinett erklärt die UN-Resolution 425 zum Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon von 1978 zu seiner eigenen zukünftigen Richtlinie.
Januar/Februar 2000 - Sieben israelische Soldaten werden durch Hisbollah-Angriffe getötet. In einer Vergeltungsaktion bombardieren die Israelis drei Elektrizitätswerke, dabei werden 15 Zivilisten verletzt.
27. Februar 2000 - Die Friedensgespräche zwischen Israel und Syrien geraten ins Stocken. Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak deutet an, dass die Möglichkeit eines israelischen Truppenrückzugs ohne Sicherheitsgarantien seitens der Syrer erfolgen könnte.
17. April 2000 - Israel informiert offiziell den UN-Sicherheitsrat, dass das Land bis Juli einen Rückzug aus Südlibanon plant.
Mai 2000 - Die südlibanesische Armee (SLA) bricht auseinander. Daraufhin beschleunigt Israel seinen Rückzug aus der Sicherheitszone.
24. Mai 2000 - Die letzten israelischen Truppen verlassen Libanon.
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