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Streit über Albanisch: Verhandlungen in Mazedonien blockiert

zuletzt aktualisiert: 31.07.2001 - 15:46

Ohrid (rpo). Der Streit um den Status der albanischen Sprache blockiert weiter die Friedensgespräche in Mazedonien. Bei den Verhandlungen am Dienstag diskutierten Regierung und albanische Minderheit einen Vorschlag, wonach Albanisch zweite Amtssprache in den Gebieten werden soll, in denen die Albaner mindestens 20 Prozent der Bevölkerung stellen.

Wie aus Verhandlungskreisen verlautete, bestand vor allem Uneinigkeit über die Umsetzung einer solchen Regelung auf lokaler Ebene.

Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, den Fortgang der Friedensgespräche zu behindern. Im staatlichen mazedonischen Fernsehen hieß es, die Verhandlungen seien in eine Sackgasse geraten. Optimistischer äußerte sich dagegen ein westlicher Diplomat: "Es hat etwas Bewegung in Sachen Sprache gegeben", sagte der Vermittler, der nicht namentlich genannt werden wollte. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Für eine zusätzliche Belastung der Friedensgespräche dürfte der Haftbefehl gegen elf Führer der albanischen Separatisten sorgen. Die mazedonische Staatsanwaltschaft hatte deren Festnahme am Montag angeordnet. Unter den Gesuchten ist auch der politische Führer der Untergrundorganisation UCK, Ali Ahmeti.

Mutmaßliche albanische Extremisten im Kosovo gefasst

Im Kosovo nahmen Soldaten der Friedenstruppe KFOR drei albanische Männer fest, denen vorgeworfen wird, die Untergrundkämpfer im benachbarten Mazedonien finanziell unterstützt zu haben. Wie die KFOR am Dienstag erklärte, wurde das Fahrzeug mit den Verdächtigen am Montag in Prizren angehalten und durchsucht. In dem Wagen seien 3.000 Mark (1.530 Euro) gefunden worden. Entsprechende Dokumente hätten die Insassen als Mitglieder der UCK ausgewiesen.

Quelle: RPO Archiv

 
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