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Stichwort
Verrat

Rot-Grün hatte in Niedersachsen gerade seine Mehrheit verloren, da meldeten sich Sozialdemokraten und Grüne mit dem Verdikt, der Fraktions-Austritt der Grünen Elke Twesten sei "Verrat", wahlweise an Rot-Grün, am Wählerwillen oder am Wahlsieg 2013. Twesten sagte dazu, sie sei keine Verräterin, sondern fühle sich "sehr gut" (was sich ja auch nicht ausschließen muss). Der Vorwurf des Verrats wird gern in Stunden der Enttäuschung erhoben.

Freilich hat schon der französische Staatsmann Talleyrand 1814 festgestellt, Verrat sei eine Frage des Datums. Der Fall Twesten könnte dazu führen, dass eine Landtagsneuwahl mit der Bundestagswahl stattfindet. Das könnte, so viel sei verraten, wegen des Merkel-Effekts der CDU nützen. Verrat ist eben nicht nur eine Frage des Datums, sondern auch des Standpunkts. fvo

Quelle: RP
 
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