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Videoschutz der Bürger

Die Blockade der Landesregierung gegen den Einsatz von sogenannten Bodycams ist fast schon weltfremd: Natürlich wäre es schädlich und unsinnig, wenn Polizisten nun rund um die Uhr alle Bürger auf den Straßen filmen - das würde Vertrauen kosten. Wir wollen keinen Überwachungsstaat. Doch sollten Polizisten die Möglichkeit haben, zu bestimmten Einsätzen die kleinen Schulterkameras mitzunehmen und zeitweise demonstrativ einzuschalten - Schläger oder Randalierer werden so vielleicht abgeschreckt. Und wenn nicht, kann man sie besser überführen. Gut so. Von Reinhard Kowalewsky

Die Ablehnung von Bodycams ist erst recht erstaunlich, wenn man sieht, dass die Video-Überwachung auf öffentlichen Plätzen ausgebaut wird. Rückt Bereitschaftspolizei an, sind Beweisteams mit großen Videokameras meist dabei. Warum nicht bei kleinen Einsätzen wenigstens eine kleine Kamera? Richtig ist, dass die Übergriffe in Köln durch die neue Technik wohl nicht verhindert worden wären. Aber polizeiliche Aufnahmen des Geschehens würden nun helfen, Straftäter zu finden und zu überführen.

Quelle: RP
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