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Aufarbeitung des Skandals
VW muss nachbessern

VW muss nach dem Abgasskandal bei der Aufarbeitung nachbessern
Bei der Aufarbeitung des Abgasskandals gibt es für VW noch einiges zu tun. FOTO: dpa, jst kno
Meinung | Düsseldorf. In den USA will Volkswagen nach dem Abgasskandal Kunden offenbar mit Gutscheinen entschädigen. Für Deutschland und Europa ist ein solcher Plan nicht bekannt. Hier gibt es Nachholbedarf. Von Reinhard Kowalewsky

Ungeschickter kann ein Konzern an sich nicht handeln: VW scheint nun in den USA an geschädigte Kunden Gutscheine im Wert von bis zu 1150 Euro verteilen zu wollen. Sie sollen so zumindest teilweise dafür entschädigt werden, dass ihre Autos mehr giftige Stickoxide emittieren als offiziell verkündet. Aber in Deutschland und Europa ist die Vorbereitung einer solchen Aktion des guten Willens bisher nicht bekanntgeworden.

Vorstandschef Matthias Müller muss also ganz schnell nachbessern. Die Kunden in Europa als insgesamt wichtigster Markt der Wolfsburger müssen mindestens so gut behandelt werden wie jene auf der anderen Seite des Atlantiks. Es reicht nicht, dass Müller den vielen hunderttausend europäischen Besitzern eines Autos mit zu hohen Kohlendioxidemissionen zugesichert hat, fällige höhere Kfz-Steuern zu erstatten.

Er muss auch den damit einhergehenden üppigeren Spritverbrauch mit Geld ausgleichen. Und er muss auch auf die Fahrer der mehrere Millionen Autos zugehen, die vom Stickoxidskandal betroffen sind. Nachrüsten der Motoren reicht da nicht.

VW-Abgasskandal: Diese Rechte haben Autofahrer
(lsa/RP)
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