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VW muss nachbessern

Er werde nicht auf die Knie fallen, hatte VW-Chef Matthias Müller im Dezember vor seiner ersten Reise in die USA nach Bekanntwerden der Diesel-Manipulationen gesagt. Gestern kam es dazu dann doch. Die Summen, die nun in den USA fällig werden, gehen in die Milliarden - den Kniefall, den Müller verweigerte, hat VW vor Gericht nachgeholt. Die Einigung ist für den Konzern wichtig, zeigt aber einmal mehr, wie sehr man die Probleme unterschätzt hat. Noch im August 2015 nahm man die rund 100 Millionen Euro als Messlatte, die bis dato als höchste Strafe für einen Autobauer galten. Nun dürfte allein der Rückkauf von Fahrzeugen Milliarden kosten. In die Röhre gucken hingegen deutsche Kunden. Während US-Kunden angeblich 5000 Dollar Schadenersatz erhalten, gibt es hierzulande nichts: Kalte Schulter statt Kniefall. So nicht. Es kann nicht sein, dass deutsche VW-Fahrer Kunden zweiter Klasse sind, nur weil das Rechtssystem Konzerne vor teuren Sammelklagen schützt - und die zuständigen Behörden (und Minister) die Autoindustrie mit Samthandschuhen anfassen. Von Florian Rinke

Quelle: RP
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