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Madrid/Brüssel/Rom
Warnung vor IS-Kämpfern in Europa

Madrid/Brüssel/Rom. Italien weist Berichte über geplante Anschläge auf Touristen an Stränden zurück.

Vier Wochen nach den Anschlägen von Brüssel gibt es neue Terrorwarnungen. Es gebe Informationen, wonach Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nach Europa geschickt wurden, teilte die zentrale Einrichtung zur Bewertung der Terrorbedrohung (Ocam) in Brüssel mit. Auf der Ferieninsel Mallorca nahm die Polizei einen mutmaßlichen IS-Anhänger fest, der in engem Kontakt zu IS-Anführern in Syrien gestanden haben soll. Der in Palma lebende Mann habe in Internetforen versucht, Terroristen für den IS anzuwerben, und angeboten, bei der Organisation der Reise in die Konfliktgebiete in Syrien behilflich zu sein, teilte das spanische Innenministerium mit. Von dem 26-jährigen Marokkaner sei eine "eindeutige Bedrohung für die nationale Sicherheit" ausgegangen.

Der italienische Geheimdienst wies Berichte zurück, wonach Terroristen Anschläge auf Touristen an Stränden in Italien und Spanien planen. "Wir haben keine Ahnung, woher diese Nachricht stammt", hieß es. Die "Bild"-Zeitung hatte unter Berufung auf Ermittlerkreise deutscher Sicherheitsbehörden berichtet, islamistische Terroristen planten, im Sommer als fliegende Händler getarnt in die italienischen und spanischen Urlaubszentren zu kommen. Diese Hinweise sollen demnach aus Afrika stammen und vom italienischen Geheimdienst übermittelt worden sein. Angeblich stammten die Extremisten aus dem Senegal, wo sie sich als Unterstützer der nigerianischen Terrormiliz Boko Haram verstünden.

Kanzlerin Angela Merkel erklärte gestern: "Wir wissen, dass es Bedrohungen in all den europäischen Ländern gibt." Nur eine enge Zusammenarbeit könne garantieren, dass alles getan werde, Aktivitäten des IS so weit wie möglich zu verhindern.

(dpa)
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