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Zweiter Verhandlungstag in Johannesburg hat begonnen: Weltgipfel berät über Handel, Finanzen und Energie

zuletzt aktualisiert: 27.08.2002 - 12:23

Johannesburg (rpo). Beim UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg hat der zweite Verhandlungstag begonnen. Der Konferenztag dreht sich am Dienstag vor allem um die Themenbereiche Finanzen und Handel.

Dabei geht es unter anderem um die Agrarsubventionen, die nach Ansicht der Entwicklungsländer einen fairen Wettbewerb behindern. Auf der Tagesordnung steht am Dienstag außerdem das Thema Energie. Die Verhandlungen finden größtenteils hinter verschlossenen Türen statt.

Die starre Haltung der USA sorgt unterdessen weiter für Kritik. Bundeskanzler Gerhard Schröder forderte die USA bei einem Wahlkampfauftritt in Deutschland zu mehr Engagement für den Umweltschutz auf. Die USA dürften "nicht länger abseits stehen" beim weltweiten Klimaschutz, wie er mit dem Kyoto-Protokoll vereinbart wurde, sagte der Kanzler am Montagabend in Erfurt.

Die Beteiligung an der zehntägigen Mammutkonferenz in Johannesburg läuft nur langsam an. Nach Angaben der Vereinten Nationen hatten sich für den UN-Gipfel bis zum Dienstagmorgen erst 12 625 Teilnehmer akkreditiert, davon 5730 Regierungsvertreter. Auf den Parallveranstaltungen wird die Zahl der Teilnehmer auf etwa 20 000 geschätzt. Insgesamt wird in den kommenden Tagen ein Anschwellen der Gesamtzahl auf rund 40 000 Teilnehmer erwartet.

Inzwischen wurden erste Informationspannen bekannt. Am Dienstag kritisierten mehrere südafrikanische Zeitungen auf ihren Titelseiten eine am Vortag kurzfristig abgesagte Rede von Ex-Präsident Nelson Mandela auf einer Parallelveranstaltung des Gipfels. Rund 5000 enttäuschte Teilnehmer erfuhren erst 20 Minuten vor der angekündigten Rede, dass der 84 Jahre alte Nobelpreisträger nicht kommen werde. Nachforschungen bei seiner Sprecherin ergaben, dass Mandela überhaupt nichts von der Veranstaltung wusste. Mehrere Hilfsorganisationen äußerten Unmut darüber, dass ohne nachvollziehbare Begründung ihr Zugang zum Konferenzzentrum in Sandton beschränkt worden sei.

Quelle: RPO Archiv

 
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