Nach den Kurseinbrüchen an der Wall Street:: Weltweite Kommentare
zuletzt aktualisiert: 17.04.2000 - 15:06Hamburg (dpa). Die Kurseinbrüche an der Wall Street wurden am Wochenende weltweit kommentiert und analysiert:
«Ein wilder Sturm ist am Freitag über die Finanzmärkte gefegt. Die Investoren fragten sich, ob sie von der Wall Street auf die Titanic gegangen waren. Die Investoren werden in der nächsten Woche mehr Mut zeigen. Eine starke Flut von Gewinnausweisen werden fast alle an Deck ermutigen.» (Lynn Reaser, Chefökonom der Bank of America Asset Management Group).
«Es hat jemand etwas Luft aus dem Ballon gelassen.» (Stuart Hoffman von der PNC Financial Services Group).
«Ich halte das für eine notwendige Korrektur, um das zu vermeiden, was 1990 in Japan passiert ist, nämlich das Platzen einer Blase.» (Horst Siebert, Direktor des Kieler Instituts für Weltwirtschaft).
«Die New Economy ist noch nicht vorbei. Sie hat gerade erst begonnen.» (Die britische «Sunday Times» zu den Zukunftsaussichten des Neuen Marktes.)
«Eine Menge naiver Leute, die sich Geld geliehen haben, um ein Spiel mitzuspielen, vor dessen Risiken sie die Augen verschlossen, haben jetzt schon verloren.» (Die «Times» in London zur Aktienspekulation auf Basis von Krediten).
«Wenn nicht mehr passiert, als dass der Neue Markt auf das Niveau vom vergangenen Oktober zurückfällt, dann ist das wohl kaum ein Kollaps, sondern eine Korrektur.» (Stuart Thompson vom Broker Sutherlands).
«Ich kann mich nicht erinnern, dass sich die Leute 1987 Sorgen über das Funktionieren des Finanz- und Bankensystems machten. Das ist diesmal anders.» (David Malpass von der US-Bank Bear Stearns).
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