Bremen reagiert auf PISA-Ergebnisse: Weniger Kindergeld für Schulschwänzer?
zuletzt aktualisiert: 08.09.2002 - 19:12Bremen (rpo). Die PISA-Ergebnisse ziehen noch immer Kreise: Eltern von Schülern, die selten die Schulbank drücken, sollen in Bremen künftig weniger Kindergeld bekommen.
Bremen prüfe derzeit die rechtlichen Möglichkeiten und wolle dazu eine Bundesratsinitiative starten, erklärten die Spitzen der SPD/CDU-Koalition am Sonntag. Der Koalitionsausschuss hatte sich zuvor auf drastische Veränderungen des Bildungssystems geeinigt. Damit reagiere Bremen auf das in fast allen Bereichen schlechte Abschneiden beim Schulvergleich PISA, sagte Bildungssenator Willi Lemke (SPD).
Die Orientierungsstufe habe sich nicht bewährt und werde abgeschafft, kündigten die Landesvorsitzenden Detlev Albers (SPD) und Bernd Neumann (CDU) an. Daneben werden die Gymnasien zum Abitur nach 12 Jahren organisiert. Zentrale Abschlussprüfungen sollen für Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Bundesländern sorgen.
Für Sofortmaßnahmen im Bildungsbereich einigte sich die große Koalition auf zusätzliche Mittel im Jahr 2003 in Höhe von 23 Millionen Euro. Ein Schwerpunkt bildet dabei der Ausbau des Unterrichts an Grundschulen und spezielle Fördermaßnahmen für benachteiligte Schüler.
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