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Bundeswehr verringert Kommando: Weniger KSK-Soldaten in Afghanistan

zuletzt aktualisiert: 28.02.2003 - 15:21

   Berlin (rpo). Die Bundeswehr verringert ihr KSK-Kommando in Afghanistan. Einige der Elitesoldaten sind bereits abgezogen. Dementiert wurde am Freitag ein Zeitungsbericht, wonach die Truppe komplett abgezogen werde.

Die nach dem Bundestagsmandat für den Anti- Terror-Kampf zulässige Obergrenze von 100 Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK) werde nicht mehr ausgeschöpft, wurde am Freitag in Berlin von sicherer Quelle bestätigt. Falsch sei ein Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach die Einheit abgezogen wurde und bereits seit knapp einer Woche wieder in Deutschland ist.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, die knapp 50 Kommandosoldaten und ebenso viele unterstützende Kräfte sollten weitgehend durch Fallschirmjäger ersetzt werden. Darüber solle Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan in diesen Tagen entscheiden. Die Elitekämpfer fühlten sich durch die jeweils gut vier Monate dauernden Einsätze überstrapaziert und gleichzeitig zu gut ausgebildet für Aufgaben, die auch andere Verbände übernehmen könnten. Das Verteidigungsministerium äußert sich aus Sicherheitsgründen zum KSK grundsätzlich nicht.    

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr haben laut "Spiegel" zu einer Rekordflut an Beschwerden beim Wehrbeauftragten des Bundestags, Willfried Penner, geführt. In seinem Jahresbericht 2002, der am 11. März veröffentlicht werde, liste Penner 6436 Eingaben auf - knapp ein Drittel mehr als im Jahr 2001. Allein 450 Beschwerden hätten dem Auslandszuschlag gegolten, der oft nicht rechtzeitig oder nicht in der versprochenen Höhe ausgezahlt worden sei.


 
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