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Wir brauchen Lehrer

Es klingt grotesk, dass womöglich Tausende angehende Lehrer nicht zu Ende studieren können, nur weil die Studienordnung ausläuft. Dabei sollte das Land doch angesichts des Lehrermangels über jeden einzelnen jungen Menschen glücklich sein, der heutzutage noch dazu bereit ist, diesen Beruf zu ergreifen. Von Christian Schwerdtfeger

Längst besteht die Aufgabe eines Lehrers nicht mehr nur im reinen Unterrichten. Anders als vielleicht noch vor 20 Jahren müssen die Pädagogen bei den Kindern und Heranwachsenden immer öfter erzieherische Versäumnisse der Eltern ausbügeln. Sie werden verantwortlich gemacht für die schlechten Noten der Kinder, müssen immer häufiger als Sündenböcke herhalten für all das, was in der Gesellschaft schiefläuft.

Darum sollte man die Betroffenen einfach zu Ende studieren lassen. Ohne Fristen, ohne Druck. Wem wäre denn auch geholfen, wenn sie nach einem langen Studium ohne Examen dastehen? Unsere Gesellschaft kann es sich nicht erlauben, auch nur auf einen gut ausgebildeten Pädagogen zu verzichten.

Quelle: RP
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