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Berlin
Wirtschaft spendet deutlich weniger an die Parteien

Berlin. Die Parteien haben durch Großspenden zwar etwas mehr Geld eingenommen als im Vorjahr, doch die Wirtschaft hält sich bei den Überweisungen ab 50.000 Euro zurück. Nur noch fünf Unternehmen und Verbände unterstützten nach einer Auflistung von Bundestagspräsident Norbert Lammert mit namhaften Beträgen CDU, FDP, SPD und Grüne. Von Gregor Mayntz

Insgesamt verzeichnete Lammert lediglich 14 Großspenden von zusammen 1,7 Millionen Euro, davon 1,12 Millionen aus der Wirtschaft. Im Vorjahr waren es 1,52 Millionen, davon 1,44 aus der Wirtschaft, gewesen. Den höchsten Einzelbetrag erhielt die marxistische MLPD: 252.400 Euro von einem Mann aus Oberhausen. Südwestmetall gab 150.000 Euro der CDU, 110.000 den Grünen, 100.000 der FDP und 60.000 der SPD. Eine Viertelmillion erhielt die FDP von der Kölner R & W Industriebeteiligungen GmbH. Evonik spendete 90.000 Euro für die CDU und 60.000 Euro für die SPD. Von Trumpf gab es 100.000 Euro für die CDU. Und Daimler überwies je 100.000 Euro an CDU und SPD. Unterm Strich landete die CDU mit 580.000 Euro auf Platz eins, gefolgt von FDP (550.000), MLPD, SPD (220.000) und Grünen (110.000). Die Gesamteinnahmen gehen erst aus den noch vorzulegenden Rechenschaftsberichten hervor. Die AfD meldete, allein in den jüngsten drei Wochen Spenden im Gesamtwert von 1,8 Millionen Euro erhalten zu haben.

(may-)
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