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Wohnungs-Offensive kommt ziemlich spät

Der Zustrom von Flüchtlingen reißt nicht ab. Es wird immer schwieriger, sie halbwegs vernünftig unterzubringen. Wohncontainer, Zelte, Turnhallen, leere Schulgebäude - all das kann keine Dauerlösung sein. Und schon melden sich die ersten Städte, die sich wegen Überlastung einstweilen nicht mehr imstande sehen, weitere Asylbewerber aufzunehmen. Von Detlev Hüwel

In dieser Situation muss das Land handeln. Mit seiner "Wohnungs-Offensive" liegt Bauminister Michael Groschek richtig. Man fragt sich allerdings, warum dieser Vorstoß erst jetzt erfolgt. Schließlich schlagen die Städte und Gemeinden schon lange Alarm.

Groscheks ambitionierte Botschaft lautet: Es muss viel und schnell gebaut werden. Dazu muss er die Wohnungswirtschaft mit ins Boot holen. Das wird nur gelingen, wenn ausreichend Bauland zur Verfügung steht, bürokratische Hürden kippen und die Genehmigungsdauer verkürzt wird.

Am ehesten denkbar sind Wohnungen aus serienmäßig vorgefertigten Betonteilen. Entscheidend ist, dass sie nachhaltig gebaut werden, so dass sie später gegebenenfalls auch als Unterkünfte für Studenten oder Senioren genutzt werden können. Es gibt wirklich viel zu tun in NRW, und zwar sofort.

Quelle: RP
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