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Kairo/Athen
Wrackteile von Egypt-Air-Jet entdeckt

Kairo/Athen. Bisher hat sich keine Terrororganisation zu der Tragödie geäußert.

Einen Tag nach dem Absturz eines Egypt-Air-Flugzeugs sind Wrackteile der Maschine im Mittelmeer entdeckt worden. Darüber hinaus seien ein Leichenteil sowie zwei Sitze und Koffer gesichtet worden, berichtete der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos. Die Wrackteile wurden rund 300 Kilometer nördlich der ägyptischen Küstenstadt Alexandria gefunden, das Leichenteil nicht weit davon entfernt.

Die Bordelektronik hatte offenbar wenige Minuten vor dem Absturz Rauch registriert und über Satellit eine Warnung abgesetzt. Die genaue Ursache für den Absturz ist jedoch weiter nicht geklärt. Der Airbus A320 mit 66 Menschen an Bord war am Donnerstagmorgen vom Radar verschwunden. Die Maschine war auf dem Weg von Paris nach Kairo und stürzte ins Mittelmeer. Das Flugzeug geriet gegen 2.30 Uhr in einer Höhe von knapp 11.300 Metern ins Trudeln und sackte auf etwa 4600 Meter ab. Danach verschwand es vom Radar. Die Piloten setzten keinen Notruf mehr ab. Ägyptische Behörden hatten daraufhin erklärt, sie hielten einen Terroranschlag für wahrscheinlicher als technisches Versagen. Beweise dafür gibt es aber nicht. Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault warnte vor voreiligen Schlüssen.

Ägypten drückte derweil Trauer und tiefes Bedauern über den Tod der 66 Menschen an Bord aus. Die Suche nach dem Flugzeug konzentrierte sich auf ein großes Gebiet südlich der griechischen Insel Kreta. An dem Einsatz beteiligten sich auch Kräfte aus Frankreich, Griechenland, Italien, Zypern und Großbritannien. Ägyptische Flughafenmitarbeiter teilten mit, Ermittler würden die entdeckten Trümmer und die persönlichen Stücke der Passagiere untersuchen. Papst Franziskus wünschte den Familien und allen mit der Suche beschäftigten Rettern Kraft und Frieden.

(ap/dpa)
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