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Berlin
Würzburger Attentäter sollte mit Auto in Menschenmenge fahren

Berlin. Terroristen stimmten sich offenbar eng mit IS ab.

Die Attentäter von Würzburg und Ansbach haben von der Terrormiliz IS bis kurz vor der Tat detaillierte Anweisungen aus dem Nahen Osten erhalten. Einem "Spiegel"-Bericht zufolge schlug ein IS-Kontaktmann dem Attentäter von Würzburg in einem Chat vor, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren. Dies habe der 17-Jährige mit der Begründung abgelehnt, keinen Führerschein zu haben. Stattdessen kündigte der wohl aus Afghanistan stammende Mann an, er werde in einen Zug steigen und die erstbesten Fahrgäste angreifen. Der Flüchtling hatte mehrere Menschen mit Axt und Messer schwer verletzt. Später wurde er von der Polizei erschossen.

Bei dem aus Syrien stammenden Ansbacher Attentäter gehen die Behörden laut dem Bericht davon aus, dass sein Tod am 24. Juli ein Unfall war. Er habe den Rucksack mit selbst hergestelltem Sprengstoff vermutlich in der Menschenmenge eines Musikfestivals abstellen und aus der Ferne zünden sollen. Kurz vor dem Anschlag habe sein Chat-Kontakt ihn aufgefordert, die Detonation und das Inferno zu filmen und dem IS zu schicken. Doch der Sprengsatz sei wohl vorzeitig explodiert. Der Täter wurde getötet, 15 Menschen wurden verletzt.

In den Chats sei auch die Rede davon gewesen, dass der 27-Jährige danach weitere Anschläge verüben sollte.

(dpa)
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