Isarelische Araber verbittert über Polizeiaktionen: Zehntausende auf islamischer Kundgebung
zuletzt aktualisiert: 15.09.2000 - 20:39Jerusalem/Umm el-Fachem (dpa). Zehntausende Araber haben am Freitagabend in der nordisraelischen Stadt Umm el-Fachem an einer Großkundgebung der Islamischen Bewegung teilgenommen. Die Demonstration stand unter dem Motto "Die Al-Aksa-Moschee (in Jerusalem) ist in Gefahr". Das israelische Fernsehen sprach von einer "Machtdemonstration der Islamischen Bewegung" in Israel.
Die Protestaktion findet vor dem Hintergrund wachsender Verbitterung israelischer Araber über Zerstörungen angeblich illegal errichteter Häuser und massiver Auseinandersetzungen mit der Polizei statt. In den vergangenen Wochen hatte die Polizei 41 israelische Araber im Norden des Landes wegen des Vorwurfs illegalen Waffenhandels und der Bildung einer Untergrund-Organisation unter dem Schutz der Islamischen Bewegung festgenommen. Gegen zwölf von ihnen wurde inzwischen Anklage erhoben.
Israels Polizei hat inzwischen auch empfohlen, zwei israelisch-arabische Parlamentsabgeordnete wegen Aufwiegelung anzuklagen. Mohammed Barakei von der israelisch-kommunistischen Partei und Abdul Malik Dehemsche (Vereinigte Arabische Liste) sollen die arabische Bevölkerung aufgefordert haben, israelische Polizisten anzugreifen. Dehemsche kündigte den Beginn eines großen arabischen Volksaufstands an. Arabische Abgeordnete drohten, der Regierung von Ehud Barak die Unterstützung im Parlament zu entziehen.
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