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Zeichen gegen Eskalation

Der Friedensnobelpreis für die Internationale Kampagne zur atomaren Abrüstung ist eine nachvollziehbare Wahl, die wenig polarisieren dürfte. Wer außer vielleicht Nordkoreas Diktator Kim Jong Un würde schon etwas auszusetzen haben an einem Bündnis aus Friedensgruppen, die sich seit Jahren für atomare Abrüstung engagieren? Dabei ist es genau dieser aktuelle Kontext internationaler Spannungen rund um das nordkoreanische Atomprogramm, der die Auszeichnung politisch auflädt. Von Matthias Beermann

Man kann die Entscheidung als ein Zeichen gegen die Eskalation verstehen und als eine Ermunterung, die Anstrengungen zur nuklearen Abrüstung wieder zu verstärken. Denn nach Jahren signifikanter Fortschritte ist dieser Prozess ins Stocken geraten. Schlimmer noch: Die Zahl der Atommächte könnte sogar weiter zunehmen. Damit wächst das Risiko, dass es irgendwo auf der Welt erstmals seit 1945 zum Einsatz von Atomwaffen kommt. Zu glauben, die Bombe ließe sich von heute auf morgen abschaffen, wäre naiv. Aber wir sollten wenigstens alles dafür tun, damit sich ihr Besitz nicht weiter banalisiert.

Quelle: RP
 
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