Möglicher Angriff durch die USA: Zeitung: Stützpunkte in Jordanien für Irak-Invasion
zuletzt aktualisiert: 10.07.2002 - 15:11Washington (rpo). Ein möglicher Angriff auf den Irak bleibt in den USA in der Diskussion. Nach einem Bericht der "New York Times" von Mittwoch haben US-Militärstrategen Jordanien trotz der bisher ablehnenden Haltung der Regierung in Amman für einen möglichen Angriff ins Auge gefasst.
Wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete, gibt es im Pentagon Überlegungen, Stützpunkte in Jordanien zu nutzen, um den Irak vom Westen aus anzugreifen. Damit könnte der Irak von drei Seiten aus attackiert werden. Weitere Angriffe würden aus dem Norden von Stützpunkten in der Türkei und vom Süden aus dem Persischen Golf erfolgen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen hohen Pentagonbeamten.
Die Pläne des Pentagons wurden in Jordanien allerdings sehr kühl aufgenommen. In einem Telefoninterview mit der "New York Times" erklärte Außenminister Marwan Muascher, die Position der Regierung sei klar: Jordanien werde nicht als Startrampe dienen, "und wir haben keine amerikanischen Truppen in Jordanien."
Vergangene Woche hatte die Zeitung berichtet, die USA hätten bereits einen weit entwickelten Plan für einen Angriff auf den Irak. Zehntausende von Soldaten und Marineinfanteristen sollten zu Wasser, zu Lande und aus der Luft an drei Fronten attackieren.
Am Montag hatte US-Präsident George W. Bush bekräftigt, dass seine Regierung einen Sturz des irakischen Staatschefs Saddam Hussein anstrebe. "Es ist die erklärte Politik dieser Regierung, einen Regimewechsel zu haben. Und dies hat sich nicht geändert", sagte Bush.
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