Hauchdünne Mehrheit: Zeller neuer Chef der Berliner CDU
zuletzt aktualisiert: 24.05.2003 - 17:23Berlin (rpo). Die Personalquerelen der Berliner CDU sind beendet. Sie hat einen neuen Parteichef: Der Bürgermeister des Bezirks Mitte, Joachim Zeller, setzte sich am Samstag in einer spannenden Kampfkandidatur gegen den früheren Finanzsenator Peter Kurth durch.
Zeller erhielt 166 Stimmen, Kurth 149. Damit hat die Hauptstadt-CDU innerhalb eines Jahres den zweiten Parteichef. Zellers Vorgänger Christoph Stölzl hatte nach nur zwölf Monaten auf eine weitere Kandidatur verzichtet. Er war im Mai 2002 nach dem überraschenden Rücktritt des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen an die Spitze der Berliner CDU gewählt worden.
Mit der Wahl Zellers ist nun die gesamte Führung der Berliner CDU in Partei und Fraktion ausgewechselt. Zeller war vom Lager um den zurückgetretenen Fraktionschef Frank Steffel unterstützt worden. Dessen Nachfolger war Nicolas Zimmer geworden.
CDU-Bundeschefin Angela Merkel ermahnte die Berliner CDU, nach einer Phase der Beschäftigung mit sich selbst nun wieder zu politischer Arbeit zurückzukehren und die Personalquerelen zu beenden. "Das knappe Ergebnis zeigt, dass sicherlich in diesem Landesverband noch ein Stück Arbeit vor ihnen liegt."
Zeller rief nach seiner Wahl die Partei zu Geschlossenheit und zu einem Ende der innerparteilichen Grabenkämpfe auf. Die CDU müsse jetzt die Weichen für die Zukunft stellen und alle Kraft wieder auf den politischen Gegner - den rot-roten Senat - richten.
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