EU-Kommission will: Zigaretten weg von aus Supermarktregalen
zuletzt aktualisiert: 26.06.2002 - 12:58Luxemburg (rpo). Die EU-Kommission will künftig Zigaretten und Tabakprodukte aus den Supermarktregalen verbannen, um so den Tabakkonsum bei Kindern und Jugendliche einzuschränken.
EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne präsentierte den Gesundheitsministern der Europäischen Union am Mittwoch in Luxemburg neue Vorschläge.
Neben dem Verbot für Tabakerzeugnisse in Selbstbedienungsregalen sehen die Brüsseler Empfehlungen vor, Jugendlichen den Zugang zu Zigarettenautomaten, zum Versandhandel und zum Angebot von Zigaretten im Internet zu erschweren. Außerdem soll der Verkauf von preisgünstigeren Schachteln mit weniger als 20 Zigaretten verhindert werden. "Wer nicht in der Jugend angefangen hat zu rauchen, wird wahrscheinlich nie zum gewohnheitsmäßigen Raucher", sagte Byrne. Deshalb müsse bei dieser Altersgruppe angesetzt werden.
Der Kommissar rief die EU-Mitgliedsländer auf, bestimmte Formen der Werbung zu verhindern, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten. Dazu gehört etwa die Verwendung von Tabak-Markennamen für Kleidung oder Tabakwerbung im Kino. Nach Kommissionsangaben sterben jährlich etwa 500 000 Menschen in der EU an den Folgen des Rauchens.
Nach einem noch nicht im EU-Ministerrat entschiedenen früheren Vorschlag der EU-Kommission soll Tabakwerbung in allen Zeitungen, Zeitschriften und im Rundfunk verboten werden. Gegen das generelle Verbot sperrt sich vor allem Deutschland.
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