| 11.20 Uhr

Berlin
Wirbel um Treffen des Zentralrats der Muslime mit AfD

ZMD und AfD-Treffen: Alice Weidel sagt Teilnahme ab
FOTO: dpa, bod;cse dna
Berlin. Vor dem für Montag geplanten Treffen von Vertretern des Zentralrats der Muslime (ZMD) mit AfD-Vertretern ist es erneut zu einem öffentlichen Schlagabtausch gekommen. AfD-Vorstandsmitglied Alice Weidel sagte ihre Teilnahme nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung kurzfristig ab. AfD-Chefin Frauke Petry und Vorstandsmitglied Albrecht Glaser wollen weiterhin an dem Treffen in Berlin teilnehmen.

Die Entscheidung begründete Weidel damit, dass Aiman Mazyek, Vorsitzender des ZMD, die AfD mit den Nationalsozialisten verglichen hatte. Den Vergleich hatte Mazyek im Vorfeld des AfD-Parteitags Ende April gezogen. Damals erklärte er, zum ersten Mal seit dem Ende der Nazi-Herrschaft gebe es in Deutschland wieder eine Partei, "die erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existenziell bedroht". Mazyek war es aber auch, der um das Treffen mit der AfD-Spitze gebeten hatte.

(qua)
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