Polizei vermutet Racheakt: Zwei Protestanten in Belfast getötet
zuletzt aktualisiert: 31.10.2000 - 22:26Belfast (AP) In der nordirischen Hauptstadt sind am Dienstag innerhalb von zwölf Stunden zwei Protestanten von Unbekannten erschossen worden. Die Polizei vermutete, dass sie Opfer von Vergeltungs- und Racheakten in einer Auseinandersetzung zwischen zwei probritischen Untergrundgruppen wurden. Zuerst wurde am Morgen ein 63-jähriger Mann vor den Augen seiner Frau erschossen.
Er arbeitete im Büro der Progressive Unionist Party (PUP), der politischen Vertretung der verbotenen Miliz Ulster Volunteer Force (UVF). Die PUP machte die rivalisierende und verbotene Gruppe Ulster Defense Association (UDA) für die Tat verantwortlich. Es sei eine Vergeltung für den Tod eines 21-jährigen UDA-Mitglieds am Samstag gewesen. Am Abend wurde eine weitere Person erschossen, deren Identität zunächst aber nicht feststand.
UVF und UDA bekämpfen sich seit August, wobei es auch um Streitigkeiten um kriminelle Geschäfte geht. Mehrere Menschen wurden getötet und etliche weitere verwundet. Mehr als 150 Familien haben ihre Wohnungen in den betroffenen Stadtvierteln wegen dieses Bandenkriegs verlassen.
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