kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Waffenruhe scheint entfernter als je zuvor: Zwei Tote nach Anschlag auf israelischen Bahnhof

zuletzt aktualisiert: 17.07.2001 - 17:13

Jerusalem (rpo). Bei einer Bombenexplosion auf den israelischen Bahnhof Binjamina nahe Tel Aviv sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Mindestens neun weitere Menschen wurden verletzt. Der Anschlag wurde von einem palästinensischen Selbstmordattentäter verübt. Israel kündigte "eine sofortige Antwort" auf den Anschlag an.

Trotz internationaler Friedensappelle ist im Nahen Osten kein Ende der Gewalt abzusehen. Einen Tag nach dem jüngsten palästinensischen Selbstmordanschlag im Norden Israels wurden bei einer gezielten israelischen Militäraktion gegen militante Palästinenser nach palästinensischen Angaben vier Menschen getötet. Die Untergrundorganisation Islamischer Dschihad kündigte unterdessen weitere Terrorakte an.

Ein israelischer Kampfhubschrauber feuerte am Dienstag nach Angaben aus palästinensischen Sicherheitskreisen Raketen auf ein Bauernhaus in Bethlehem im Westjordanland ab. Unter den vier Toten sind den Gewährsleuten zufolge zwei führende Aktivisten der Untergrundorganisation Hamas, die seit langem von Israel gesucht wurden. Zehn weitere Person seien verletzt worden.

Aus israelischen Militärkreisen hieß es, der Angriff habe einem Kommandeur der Hamas gegolten, der einen Anschlag zum Abschluss des am Montag eröffneten jüdischen Makkabäer-Sportfestes in Jerusalem geplant habe. Zu den Spielen, die achte Tage dauern, sind über 3.000 jüdische Sportler nach Israel gereist.

Bereits in der Nacht zum Dienstag beschoss die israelische Armee palästinensische Polizeiposten im Westjordanland. Mit Panzern nahmen die Soldaten Stellungen in Dschenin und Tulkarem unter Beschuss, wie Augenzeugen berichteten. In Tulkarem wurde ein Umspannwerk getroffen, so dass in der Stadt der Strom ausfiel.

Aus israelischen Militärkreisen verlautete, der Beschuss der Polizeiposten sei eine Reaktion auf den Selbstmordanschlag vom Montagabend. Am Bahnhof von Binjamina hatte sich ein palästinensischer Attentäter in die Luft gesprengt und zwei israelische Soldaten mit in den Tod gerissen. Vier Menschen wurden verletzt. Zu der Tat bekannte sich der Islamische Dschihad.

Ein Sprecher der Untergrundorganisation, Abdullah Schami, kündigte weitere Anschläge an. "Keine Macht auf der Welt kann die Widerstandsaktionen stoppen, die eine Reaktion auf die israelische Aggression sind", sagte er am Dienstag in Gaza. Der palästinensische Präsident Jassir Arafat hatte zuvor Verhaftungen im Falle weiterer Selbstmordanschläge angedroht. Arafat hatte sich am Montagabend mit Vertretern von Islamischem Dschihad und Hamas getroffen, wie ein Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte mitteilte. Arafat habe "eine deutliche und entschlossene Warnung" ausgesprochen, dass "alle neuen Operationen in Israel" zur Verhaftung ihrer Aktivisten führen würden.

Verteidigungsminister sagt USA-Reise ab

Als Reaktion auf den Anschlag sagte der israelische Verteidigungsminister Binjamin Ben Elieser eine Reise in die USA ab, wie das Ministerium am Dienstag bekannt gab. Das US-Außenministerium rief die palästinensische Führung zu einer Verurteilung des Selbstmordanschlags auf. Zugleich forderten die USA Israel auf, von Gegengewalt abzusehen.

Auch Bundesaußenminister Joschka Fischer forderte Israelis und Palästinenser zu äußerster Zurückhaltung auf. "Alle Beteiligten müssen sich jeglicher Provokation enthalten und ihre Anstrengungen intensivieren, eine Eskalation der Gewalt zu verhindern", erklärte Fischer am Dienstag.

Die ägyptische Regierung appellierte nach dem Attentat vom Montag an Israel, auf "unangemessen Vergeltung" zu verzichten. Ein Krieg zwischen Israel und den Palästinensern hätten schlimme Folgen für jeden in der Region, sagte Osama el Bas, ein Berater des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak.

Quelle: RPO Archiv

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Joachim Gauck hat sich von der Einschätzung seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, der Islam gehöre zu Deutschland. mehr 

Syrische Deserteure drohen Assad

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Die westlichen Staaten und die syrischen Rebellen drohen dem Assad-Regime mit einer härteren Gangart. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Umstrittene Äußerung zum Islam

Muslime werfen Gauck Geschichtsfälschung vor

Bürgerkrieg in Syrien

Syrische Deserteure drohen Assad

Machtkampf bei den Linken

Kipping lässt Riexinger abblitzen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Kurios: Flugzeuge verhaken sich ineinander

Auf dem Chicagoer Flughafen sind sich zwei sehr ungleiche Flugzeuge ins Gehege gekommen. Eine Boeing 747 wollte sich auf den Weg machen, als ... mehr 

Politik ist langweilig? Vergessen Sie's!

reichstag berlin kuppel DDP 2005-0801

Politik ist Drama, Komödie und gelegentlich großes Kino. Aus Berlin schauen unsere Korrespondenten auf das Geschehen.

Top-Services