Feuergefecht zwischen internationalen Sicherheitskräften: Drei UN-Polizisten bei Schießerei im Kosovo getötet
zuletzt aktualisiert: 18.04.2004 - 15:34Kosovska Mitrovica (rpo). Ein Feuergefecht zwischen Polizisten der UN-Mission im Kosovo haben am Samstag drei Beamte das Leben gekostet. Ein Jordanier eröffnete aus noch ungeklärten Gründen das Feuer auf eine Gruppe von Justizbeamten aus den USA, Österreich und der Türkei, wie ein UN-Sprecher mitteilte.
Neben dem Jordanier seien bei dem zehnminütigen Schusswechsel zwei Amerikanerinnen ums Leben gekommen, elf weitere Sicherheitskräfte wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.
Das Feuergefecht ereignete sich vor einem Gefängnis der zwischen Serben und Albanern geteilten Stadt im Norden der Provinz. Der jordanische Polizist war zusammen mit vier Landsleuten zur Bewachung des Gefängnisses abgestellt, die Justizbeamte verließen das Gelände nach einer Schulung. Mindestens einer der Jordanier habe Schüsse auf die Gruppe abgefeuert, die Sicherheitskräfte hätten zurückgeschossen, berichtete ein UN-Sprecher.
Der Leiter der UN-Polizei im Kosovo, Stefan Fellner, sprach von einem "schrecklichen Zwischenfall" und einem "traurigen Tag für die UN-Friedensmission". Der Leiter der UN-Verwaltung im Kosovo, Harri Holkeri, zeigte sich schockiert über den "unglücklichen Tod engagierter Profis, die von so weit her gekommen waren, um dem Kosovo auf seinem Weg in die Zukunft zu helfen".
Die amerikanischen Opfer waren erst vor zehn Tagen im Kosovo eingetroffen und hatten am Samstag ihren ersten Arbeitstag. Der Jordanier hatte nach Polizeiangaben vor drei Wochen seinen Dienst bei der UN-Mission begonnen.
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