Avondale/USA (RPO). Die US-Flotte hat ein neues Kriegsschiff. Die USS New York trägt ein düsteres Vermächtnis in ihrem Rumpf. In den Bug des Schiffes wurden 7,5 Tonnen Stahl aus den Trümmern des World Trade Centers verbaut. Es wurde unter anderem für Kampfeinsätze gegen Terroristen konstruiert.
Am Wochenende wurde das neue Landungsschiff der US-Marine im Beisein Tausender Menschen, darunter auch viele Angehörige von Opfern der Anschläge, feierlich getauft. "Gott segne dieses Schiff und alle, die mit ihm fahren", erklärte Dotty England, die Frau des stellvertretenden Verteidigungsministers Gordon England, als sie ein Flasche Champagner gegen den Bug warf.
Gordon England erklärte, der Name des Schiffes sei ein Vermächtnis, das für die Besatzung eine Quelle der Stärke und der Inspiration sein solle. Zum Zeitpunkt der Anschläge gab es zwar schon die Pläne dafür, mit seinem Bau war aber noch nicht begonnen worden.
Der damalige Gouverneur George Pataki bat die Marine dann, das Schiff in Erinnerung an die Anschläge zu benennen. Dafür musste die Marine aber eine Ausnahme von ihrer eigenen Regel machen, dass nur Atom-U-Boote die Namen von US-Staaten tragen.
Die eine Milliarde Dollar (660 Millionen Euro) teure, 25.000 Tonnen große und 208 Meter lange "New York" ist das fünfte Schiff einer Baureihe. Diese Schiffe wurden für Kampfeinsätze auch gegen Terroristen konstruiert. Sie können mit einer Besatzung von 360 Mann 700 kampfbereite Marineinfanteristen mit Hubschraubern und Landungsfahrzeugen an Land bringen.
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