Fortuna: Aufstiegsheld besucht seine alten Kameraden
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 - 11:10Großes Hallo am Dienstag auf dem Trainingsplatz der Fortuna: Ahmed Cebe, einer der Düsseldorfer Aufstiegshelden, besuchte seine ehemaligen Kameraden. Der Empfang war überschwänglich und herzlich.
Vier Jahre lang hatte der Mittelfeldspieler das Trikot der Düsseldorfer Fußballer in der Regionalliga Nord und in der 3. Liga getragen, erlebte im vergangenen Jahr dann als Krönung den Aufstieg in die 2. Liga.
Für viele überraschend kam dann aber der Abschied: Der 27-Jährige erfüllte sich seinen Traum und wechselte in die türkische Süper Lig zu Denizlispor.
Mit dem Verein aus der Provinz, 240 Kilometer östlich von Izmir gelegen, stieg er kürzlich nach einer turbulenten Saison mit drei Trainerentlassungen zwar als Tabellen-Vorletzter ab, bereut hat er den Schritt in die Türkei aber zu keiner Sekunde. Der gebürtige Krefelder fühlt sich in dem Land seiner Eltern wohl, das eher seiner Mentalität entspricht. Auch seine Freundin Karen (23) hat das Leben in der Türkei lieb gewonnen, wie Cebe sagt.
Cebe erkämpfte sich einen Stammplatz, spielte mit seiner Mannschaft nach einem Fehlstart eine stärkere Rückrunde, zum Klassenerhalt reichte die Aufholjagd aber nicht mehr. Mit glänzenden Augen spricht er von den Spielen gegen Galatasaray und Fehnerbahce, von der Partie im schmucken Besiktas-Stadion und der überaus emotionalen Stimmung auf den Rängen.
Nun steht sein Wechsel bevor: Trabzonspor ist auf die Qualitäten des Allrounders aufmerksam geworden und wirbt um seine Dienste. Es geht nur noch um die Höhe der Ablöse. Etwa eine halbe Million muss der Klub von der Schwarzmeer-Küste hinblättern, um sich die Dienste des Mannes zu sichern, der bei den Türken „deutscher Panzer“ genannt wird. „Das wird sehr schwer, mich da durchzubeißen“, sagt Cebe. „Aber ich werde mir einen Stammplatz schnappen.“
Trotz der Entfernung: Den Kontakt zu seiner geliebten Fortuna hat er während des vergangenen Jahres gepflegt. Er hat fast alle Fortuna-Spiele sehen können. Täglich verfolgt er zudem im Internet das Geschehen. Regelmäßig telefoniert er mit Hamza Cakir und Ranisav Jovanovic, manchmal auch mit Andreas Lambertz. „Ich habe gewusst, dass Fortuna nicht gegen den Abstieg spielen wird“, sagt Cebe. „Aber dass sie so erfolgreich ist, das hätte ich nicht gedacht.“
Auch für die kommende Saison rechnet er mit einer starken Fortuna. „Es wird schwerer, aber die Mannschaft ist gut“, sagt Cebe.
Der Vorbereitungs-Fahrplan von Fortuna Düsseldorf
24. bis 30. Juni: Trainingslager in Westerburg/Westerwald
30.6., 19 Uhr (Mi): TuS Bösinghoven – Fortuna (Windmühlenweg).
1. bis 8. Juli: Einwöchige Pause
9. Juli: Zweiter Trainingsstart
20. bis 27. Juli: Trainingslager in der Sportschule Bitburg
11.7., 17 Uhr (So): 1.FC Wülfrath – Fortuna (Rheinkalk-Stadion),
16.7., 18.30 Uhr (Fr): Spvgg Erkenschwick – Fortuna (Stimberg-Stadion)
18.7., 16 Uhr (So): Borussia Emsdetten –Fortuna (Walter-Steinkühler-Stadion)
20.7., 18 Uhr (Di): ASV Süchteln – Fortuna (Sportpark Süchtelner Höhen)
23.7., 18 Uhr (Fr): SV Tälchen Krettnach – Fortuna (Sportanlage Tälchen Krettnach)
27.7., 18 Uhr (Di): FC Germania Teveren – Fortuna (18.00 Uhr, Heidestadion)
1.8., 17 Uhr (So): SSV Langenaubach – Fortuna (Haigerer Haarwasen)
7.8., 16 Uhr (Sa): TSV Kaldenkirchen – Fortuna (Jahnkampfbahn)
8.8. (So): Blitzturnier bei Alemannia Aachen (u.a. mit Bayer 04 Leverkusen)
13.-16. 8.: DFB-Pokal: TuS Koblenz - Fortuna
20.-23.8.: 1. Spieltag der Bundesligen
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