Fortuna: Bamba gelingt alles, nur kein "Ausrufezeichen"
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 23.01.2010 - 11:31Beim VfL Osnabrück war Innenverteidiger "Bamba" Anderson gescheitert, weil ihn Trainer Claus-Dieter Wollitz wegen mangelnder Deutsch-Kenntnisse nicht mehr aufstellen wollte. Die Kommunikation mit seinen Nebenleuten hatte nicht funktioniert. Im Trikot von Fortuna hat der Brasilianer solche Probleme nicht.
Im Gegenteil: In Düsseldorf lacht man über die Sprachprobleme des sympathischen Abwehrspielers. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Der Reihe nach: Der schüchterne 22-Jährige ist in Düsseldorf zu den besten Abwehrspielern der 2. Liga aufgestiegen, gilt als der zweikampfstärkste Akteur. Bei Fortunas 1:0-Sieg am Freitag gegen Union Berlin war "Bamba" Anderson der überragende Spieler, fegte vor dem eigenen Kasten mit großer Leichtfüßigkeit alles weg und machte auf der anderen Seite mit einem platzierten Kopfball das Tor des Tages. Im gelang während der 90 Minuten einfach alles.
Logisch, dass ihn die Fans nach Spielende dazu aufforderten, die Humba anzustimmen. Das gelang mit Stadionsprecher André Scheidt als Souffleur zunächst auch ganz leidlich. "Gebt mir ein H!", "gebt mir ein U!" kam ihm noch ganz leicht über die Lippen. Doch als ihm André Scheidt das Wort "Ausrufezeichen" ins Ohr flüsterte, kringelte sich Bamba Anderson vor Lachen. Das wollte und konnte er nicht ins Mikrofon sprechen.
Fortunas Anhängerschaft freute sich mit dem Brasilianer, brach über die Komik ebenfalls in schallendes Gelächter aus. Vize-Käpt'n Jens Langeneke sprang schließlich ein. Sein "Ausrufezeichen!" war das Signal zu einem ausgelassenen Freuden-Tanz. Mittendrin Anderson! Der hatte sich einen prima Tag für seine Gala-Vorstellung ausgesucht. Denn ein Teil seiner Familie war aus Brasilien angereist. Sie tanzte vor Freude Samba auf der Tribüne.
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