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Fortuna: Beister steht am Scheideweg

VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 23.02.2012 - 07:42

Das Talent von Fortunas U21-Nationalspieler Maximilian Beister ist unbestritten. Noch weiß jedoch niemand, ob der 21-Jährige den Durchbruch nach ganz oben schafft. Seine Chancenverwertung jedenfalls muss deutlich besser werden.

Maximilian Beister bei der 1:2-Niederlage in München. Foto: rpo, Falk Janning
Maximilian Beister bei der 1:2-Niederlage in München. Foto: rpo, Falk Janning

An Maximilian Beister scheiden sich derzeit die Geister. Und das nicht etwa, weil sein Familienname zu diesem Reim verleitet - bei keinem anderen Spieler des Fußball-Zweitligisten Fortuna gehen die Wertungen unter den Beobachtern so weit auseinander wie bei dem 21-jährigen Göttinger.

Beispiel München: Nach der 1:2-Niederlage beim TSV 1860 lobten viele im Düsseldorfer Block Beisters mutige und spritzige Antritte. Mindestens ebenso viele aber rauften sich die Haare ob der drei riesigen Torchancen, die die Leihgabe des Erstligisten Hamburger SV vergeben hatte. Zur Erinnerung: In der 30. Minute verpasste Beister seine erste große Möglichkeit, sechs Minuten später schoss er den auf der Torlinie stehenden „Sechziger“ Daniel Bierofka an.

Info

Fortunas Torschützen

Elf Treffer Sascha Rösler

Neun Treffer Maximilian Beister, Jens Langeneke

Fünf Treffer Thomas Bröker

Drei Treffer Andreas Lambertz

Zwei Treffer Juanan, Oliver Fink, Ranisav Jovanovic

Ein Treffer Assani Lukimya, Sascha Dum, Adriano Grimaldi

 

Kurz vor der Pause gelang dem U21-Nationalspieler zwar der zwischenzeitliche Ausgleich, doch in der 65. Minute ging die Misere weiter, als Beister die nächste gute Schusschance ausließ. Zu Recht wollte Trainer Norbert Meier seinen vielleicht talentiertesten Zögling deshalb nicht an den Pranger stellen: „Im Grunde hat er ja ein richtig gutes Spiel gemacht.“ Die vergebenen Chancen brachten freilich auch den Coach an den Rand der Verzweiflung: „Aber wir können jetzt ja nicht sagen, Maxi sei zu blind. Anderen ging es ähnlich.“

Stimmt. Nur gingen Beister die spielentscheidenden Szenen in der Hinrunde noch leichter von der Hand. So leicht sogar, dass mehrere Erstliga-Klubs und auch ausländische Vereine Interesse anmeldeten. Vielleicht hat dieser ganze Wirbel dem Flügelflitzer einiges von der Lockerheit genommen, die ihn bislang auszeichnete - gerade beim Torabschluss. Und sein bester Trick, in der Manier eines Arjen Robben von rechts nach innen zu ziehen und mit links zu schießen, klappte zuletzt auch nicht mehr.

Dazu passt, dass Meier sehr vorsichtig wird, wenn man ihn auf die Zukunft Beisters anspricht. „Max muss erst einmal auf Dauer bestätigen, dass er sich oben halten und weiter verbessern kann“, sagt der Coach. „Er ist ein sehr guter Zweitligaspieler geworden. Ob er ein sehr guter Erstligaspieler wird, wissen wir alle noch nicht.“

Neun Treffer hat „Maxi“ in dieser Saison erzielt. Sicher keine schlechte Quote, aber etliche mehr wären möglich gewesen. Es ist allerdings noch früh genug, an den Lauf der Hinserie anzuknüpfen - das anstehende Heimspiel gegen Alemannia Aachen (Montag, 20.15 Uhr) wäre ein guter Zeitpunkt dafür.

 


 
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