Fortuna: Bittere Klatsche gegen Paderborn
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 27.07.2008 - 15:50Fortuna ist mit einer herben Heimklatsche in die Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Norbert Meier verlor gegen den Zweitliga-Absteiger SC Paderborn mit 1:4 (1:2). In einem turbulenten Spiel scheiterte die Düsseldorfer Mannschaft an ihrer mangelhaften Chancenverwertung, während die Gäste aus fast allen Einschussmöglichkeiten auch Tore machten.
Die Niederlage war nicht gerecht und fiel auf jedem Fall zu hoch aus. Denn Fortuna war sehr selbstbewusst in die Partie gestartet, lange das überlegene Team und hätte mit einer besseren Trefferquote das Spiel für sich entscheiden können.
Matchwinner war für die Gäste neben dem zweifachen Torschütze Kumbela der neue Keeper Kasper Jensen. Nach Kopfbällen von Axel Lawaree (12.) und Stephan Sieger (21., 27.) zeigte er starke Reflexe und Paraden und bewahrte seine Mannschaft vor Gegentoren.
Von der ersten Sekunde an war viel Feuer in der Partie: Fortuna startete furios und ging durch Ahmed Cebe bereits nach vier Minuten in Führung. Paderborns Torjäger Dominick Kumbela glich aber mit einem abgefälschten Schuss nur zwei Minuten später wie aus heiterem Himmel aus.
Und der quirlige Stürmer setzte sogar noch einen drauf, als er in der 20. Minute einen Sonntagsschuss aus 18 Metern zum 2:1 in Melkas Kasten hämmerte. Das Leder klatschte an den Innenpfosten und hüpfte von dort in den Kasten. Zu diesem Zeitpunkt hätte Fortuna bereits 3:1 oder 4:1 führen können, aber die phasenweise drückend überlegenen Rot-Weißen scheiteren immer wieder haarscharf an einem Torerfolg.
Der Knackpunkt in dem Spiel war die 48. Minute, als Kumbela die überforderte Fortuna-Hintermannschaft austanzte: Er legte Fischer auf, der zum alles entscheidenden 3:1 einschoss. Nun war der Düsseldorfer Siegeswille endgültig gebrochen.
Düsseldorfs wunder Punkt war an diesem Nachmittag das schwache Mittelfeld mit den schwachen Marco Christ und Andreas Lambertz sowie eine überforderte Hinter-Mannschaft: Robert Palikuca kam gegen den wendigen Kumbela überhaupt nicht zurecht und auch Hamza Cakir hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Der rechte Verteidiger hatte bereits in der ersten Minute wegen eines taktischen Fouls eine gelbe Karte kassiert und wurde von Kumbela vor dem Treffer zum 0:2 locker ausgespielt. Zur Halbzeit nahm ihn der Trainer raus (Meier: "Um nicht einen Platzverweis zu riskieren.")
Beste Fortunen waren Linksverteidiger Fabian Hergesell und Stephan Sieger. Meier nahm ihn nach einer Stunde zugunsten des Stürmers Kenan Sahin raus. Doch auch dieser Wechsel brachte nichts. Das Tor fiel auf der anderen Seite. Der gerade erst eingewechselte Jovan Damjanovic stellte in der 68. Minute den 4:1-Endstand her, als er nach einem weiteren Düsseldorfer Patzer abstaubte.
Allein in Bestform: Fortunas Fans. Sie zeigten eine beeindruckende Choreographie und erinnerten auf einem Banner über die gesamte Breite der Südtribüne mit der Aufschrift "113 Jahre Tradition - 75 Jahre Legende" an den Deutschen Meistertitel von 1933.
STATISTIK ZUM SPIEL
Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 1:4 (1:2)
Fortuna: 1 Michael Melka - 4 Robert Palikuca, 6 Jens Langeneke, 21 Hamza Cakir (46. Heeren), 24 Fabian Hergesell - 7 Marco Christ, 8 Stephan Sieger (59. Sahin), 15 Ahmet Cebe, 17 Andreas Lambertz, 30 Olivier Caillas (75. Kadah), 25 Axel Lawarée. Auf der Bank: 22 M. Ratajczak, 40 J. Walbaum, 18 D. Kadah, 5 H. Heeren, 3 C. Costa, 26 K. Sahin. Trainer: Norbert Meier
Paderborn: 1 Kasper Jensen - 3 Matthias Holst, 6 Florian Mohr, 18 Markus Krösche, 23 Soeren Halfar, 8 Karsten Fischer, 12 Sören Brandy (78. Wemmer), 16 David Krecidlo, 25 Björn Lindemann, 9 Frank Löning (59. Damjanovic), 11 Domi Kumbela (70. Guie-Mien). Auf der Bank: 20 Sebastian Lange, 26 Sören Gonther, 5 Enis Alushi, 7 Jens Wemmer, 13 Sebastian Schuppan, 15 Rolf-Christel Guié-Mien. 22 Jovan Damjanovic. Trainer: Pavel Dotchev.
Zuschauer: 15.028
Tore: 1:0 Cebe (4.), 1:1 Kumbela (6.), 1:2 Kumbela (20.), 1:3 Fischer (48.), 1:4 Damjanovic (64.).
STIMMEN ZUM SPIEL
Norbert Meier: "Ich hatte Stephan Sieger statt Andreas Lambertz raus genommen, weil ich die Hoffnung hatte, dass von Lumpi noch etwas Druck nach vorne ausgeht. Aber er ist einfach noch nicht in Bestform."
Axel Lawarée: "Wir hatten uns in der Pause viel vorgenommen, aber nach dem dritten Gegentor lief es einfach nicht mehr."
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