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Fortuna: Bittere Pleite in Sandhausen

VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 31.08.2008 - 15:48

Eine enttäuschende Fortuna kassiert beim biederen SV Sandhausen eine bittere 0:2 (0:0)-Pleite, verpasst den möglichen Sprung auf Platz zwei und fällt ins Mittelfeld der Tabelle zurück.

Die Düsseldorfer scheiterten vor 1200 mitgereisten Fans erneut an ihrer mangelhaften Chancenverwertung. Vor allem "Angreifer" Kenan Sahin tat sich in dieser Beziehung einmal mehr hervor.

In der ersten Halbzeit scheiterte er zweimal völlig freistehend vor SVS-Keeper Michael Gurski: Einmal knallte er das Leder aus sieben Meter auf den Torsteher, der bereits in eine Ecke getaucht war, das andere Mal brachte er aus der gleichen Distanz statt eines Schusses nur einen Kullerball zustande.

Die Fortunen waren im ersten Durchgang gegen einen kämpferisch bemühten Gastgeber zwar zunächst das etwas bessere Team. Ein reguläres Tor erzielten sie aber nicht. Sahin traf zwar in der 51. Minute einmal in den gegnerischen Kasten, doch dem Schiedsrichter war nicht entgangen, dass der Fortune nach dem maßgenauen Freistoß des sonst schwachen Marco Christ, seine Hand zu Hilfe genommen hatte.

Auf der anderen Seite hat wenig später Fortunas ansonsten fast beschäftigungsloser Keeper Michael Melka viel Glück, als ein Kopfball von Marco Stark an die Latte knallt. Im direkten Gegenzug verballert Sahin seine nächste große Chance: Er kann sich die Ecke aussuchen, köpft den Ball aber mittig aufs Tor und genau in die Arme von Gurski.

Die Treffer fielen dann ganz unvermittelt auf der anderen Seite: Beisel köpfte den Ball nach einem Alf-Mintzel-Freistoß von rechts aus kurzer Distanz ins Tor (64.). Sahin agierte auch bei dieser Aktion unglücklich: Er hatte seinen Gegenspieler laufen lassen.

Ahmet Cebe und Deniz Kadah schleichen mit hängenden Köpfen vom Platz, die Sandhäuser feiern. Foto: rpo, Falk Janning

Auch nach dem Führungstreffer der Gastgeber agierte die Fortuna nicht aggressiv genug. Trainer Norbert Meier stellte zwar auf Dreier-Kette um, brachte Deniz Kadah für den blassen Bruno Custos und Stürmer Gaus für Verteidiger Walbaum, doch gefährliche Aktionen vor dem Sandhauser Tor brachte das kaum. Nur eine erwähnenswerte: Da vergab Kadah in der 69. Minute eine weitere Großchance für die Düsseldorfer, als er aus nächste Nähe rechts vorbeischoss.

 Doch das Tor fiel wieder auf der anderen Seite. Als Grgic einen Freistoß aus 20 Metern an der sechsköpfigen Fortuna-Mauer und Keeper Michael Melka zum 2:0 ins Tor der Kurpfälzer zirkelte (78.) zerstoben endgültig alle Hoffnungen der Gäste.

Zu allem Überfluss sah Fabian Hergesell acht Minuten vor dem Ende auch noch Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels. 


Sandhausen - Fortuna 2:0

Sandhausen: 1 Michael Gurski - 2 Marco Stark, 4 Mario Göttlicher, 5 Christian Beisel, 3 Marcel Throm, 6 Boris Kolb, 16 R. Pinto (85. Alberto Mendez), 23 Alf Mintzel (82. Jan Fießer), 24 Denis Bindnagel, 9 Christian Haas (60. Emre Öztürk, 12 Velimir Grgic. Auf der Bank: 22 Jörg Staniczek, 7 Benjamin Waldecker, 10 Alberto Mendez, 14 Jan Fießer, 19 Robin Hadameck, 18 Jürgen Schmid, 20 Emre Öztürk. Trainer: Gerd Dais.

Fortuna: 1 Michael Melka - 40 Johannes Walbaum (74. Gaus), 6 Jens Langeneke, 21 Hamza Cakir, 24 Fabian Hergesell - 2 Bruno Custos (65. Kadah), 7 Marco Christ (85. Oliver Hampel), 8 Stephan Sieger, 30 Olivier Caillas - 15 Ahmet Cebe, 26 Kenan Sahin. Auf der Bank: 22 Michael Ratajczak, 3 Claus Costa, 11 Sebastian Heidinger, 14 Oliver Hampel, 18 Deniz Kadah, 19 Marcel Gaus, 35 Andreas Altenbeck. Trainer: Norbert Meier.

Tore: 1:0 (64.) C. Beisel, 2:0 (78.) V. Grgic

Schiedsrichter: Thorsten Schriever

Zuschauer: 5250.

Gelbe Karten: J. Langeneke, M. Göttlicher, K. Sahin,  M. Stark, M. Gaus.

Gelb-Rote Karte: Fabian Hergesell


STIMMEN ZUM SPIEL

Trainer Norbert Meier: "Wenn wir in der Liga eine gewisse Rolle spielen wollen, dann können wir diese Niederlage nicht an den Ausfall von Lawarée festmachen. Es darf nicht sein, dass wir nur die Hälfte wert sind, wenn Lawarée nicht da ist. Dann müssen eben die anderen in die Bresche springen."

Manager Wolf Werner: "Ich werde auf der Suche nach einer Verstärkung die ganze Nacht durcharbeiten. Wer aus fünf Meter den Ball nicht über die Linie bringt, der darf sich nicht Stürmer nennen."


 
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