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Fortuna: Dietrich Weise feiert 70. Geburtstag

VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 11:18

Das Europacupfinale gegen den FC Barcelona 1979 in Basel (3:4) sowie der Gewinn des DFB-Pokals 1979 und 1980 waren die glanzvollen Höhepunkte in der Nachkriegsgeschichte der Fortuna. Den Grundstein für diese Erfolge legte Trainer Dietrich Weise.

Obwohl er im Pokalfinale 1978 gegen den 1.FC Köln (1:2) selbst noch nicht die Früchte dieser Arbeit ernten konnte. Die waren seinen Nachfolgern Hans-Dieter Tippenhauer und Otto Rehhagel vorbehalten.

Am 21. November wird Dietrich Weise 75 Jahre alt. Der in Gröben (Sachsen-Anhalt) geborene Fußballlehrer war, nach den Stationen 1.FC Kaiserslautern und Eintracht Frankfurt, von 1976 bis 1978 Chefcoach der Fortuna - in einer Zeit, in der Klaus Allofs zum Stammspieler aufstieg. Dabei stand der Beginn der Tätigkeit Weises in Düsseldorf unter keinen glücklichen Sternen, denn unter seiner Verantwortung startete Fortuna in die Bundesligasaison mit fünf Niederlagen hintereinander.

Österreichs früherer Nationaltrainer Josef Hickersberger, in den beiden Spielzeiten im Mittelfeld eine Stütze des Teams, hat seinen damaligen Chef immer dafür bewundert, dass er trotz der Misserfolge zu Anfang Ruhe und Selbstsicherheit bewahrte.

Werner Faßbender, früherer Geschäftsführer, Schatzmeister und Vizepräsident Fortunas, nannte Weise einen Coach, der in seiner tagtäglichen Arbeit akribisch und ungemein fleißig gewesen sei, „bis ins letzte Detail, fast bis zu den Schnürriemen“. Im Gegensatz zu anderen Trainern habe Weise das Training niemals mit einer Pfeife geleitet, sondern immer nur mit Worten, mit der Ansprache an die Spieler. Faßbender: „Er hat sich von morgens bis nachts Gedanken über den Fußball gemacht.“

Nach seiner Zeit in Flingern arbeitete Weise als Nachwuchtstrainer beim DFB. In dieser Funktion war Düsseldorf bedeutende Station: Im Juni 1981 wurden die von ihm betreuten U18-Junioren im Rheinstadion durch einen 1:0-Finalsieg gegen Polen Europameister - unter anderem mit Roland Wohlfahrt, Rüdiger Vollborn und Ralf Loose. Später errang das Team in Australien auch den WM-Titel (4:0 im Finale gegen Katar). Weise beendete seine Laufbahn 1997 als Nationaltrainer Liechtensteins.

Zu Werner Faßbender sowie den ehemaligen Spielern Gerd Zewe und Wolfgang Seel hat Dietrich Weise nach wie vor Kontakt. An Düsseldorf erinnert er sich gern. Seit dieser Zeit hat der 11.11. für ihn eine besondere Bedeutung. „Denn damals habe ich im Benrather Hof an der Kö das Martinsgansessen kennengelernt“, erzählt er. „Bis dahin war das für mich unbekannt.“

Quelle: RP

 
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