Fortuna: Düsseldorf sucht nach Verstärkungen
VON GERNOT SPECK - zuletzt aktualisiert: 22.06.2009 - 08:21Düsseldorf (RP). Beim neuen Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf sind aktuell viele Namen im Gespräch. Manager Wolf Werner hat jedoch ein Problem – er kann kaum Geld für neue Akteure ausgeben.
Belgische Fußballer genießen beim neuen Zweitligisten Fortuna einen ausgezeichneten Ruf. So verrichtete etwa Olivier de Cock vor zwei Jahren am Rhein gute Arbeit. Für Stürmer Axel Lawarée, weiterhin im Trikot der Rot-Weißen, gilt dies fraglos ebenso. Nun schielen die Verantwortlichen erneut ins Nachbarland: Didier Dheedene und Frank Defays stehen auf der Liste von Manager Wolf Werner. "Der Berater der beiden Spieler war vergangene Woche in Düsseldorf und hat sich mit Fortunas Verantwortlichen unterhalten", bestätigt Patrick de Koster vom Fußball-Management Star Factory, das auch die Interessen Lawarées vertritt.
Fortunas Zu- und Abgänge bisher
Zugang: Oliver Fink (SpVgg Unterhaching).
Abgänge: Ahmet Cebe, Clement Halet, Simon Terodde, Bekim Kastrati, Bruno Custos, Johannes Walbaum.
Dheedene, 37-jähriger Routinier von Germinal Beerschot, hat seine Stärken in der zentralen Defensive, spricht Deutsch. Sein Vertrag läuft aus – wie der seines Landsmanns Defays. Der 35-Jährige wirbelte in den vergangenen zehn Jahren meist auf der rechten Außenbahn in Charleroi. Auf die Wunschliste hat Vorstandsmitglied Hermann Tecklenburg den Russen Dmitry Bulykin geschrieben. Dieser spielt trotz laufenden Vertrags bis 2012 beim RSC Anderlecht keine Rolle mehr, wäre aber nur fremdfinanziert zu bezahlen – wie wohl auch Stürmer Tomislav Sokota von Dinamo Zagreb.
Realistischer wirken Namen wie Alexander Krük und Johannes van den Bergh. Linksverteidiger Krük war bereits in Fortunas Jugend aktiv, ist bis 2011 an Eintracht Frankfurt gebunden. "Düsseldorf hat sich nach ihm erkundigt. Ich gehe davon aus, dass Frankfurt für ein Ausleihgeschäft keine großen finanziellen Forderungen stellen würde", sagt sein Berater Sascha Beumer. Das erhofft sich die wirtschaftlich klamme Fortuna auch beim alternativ ins Auge gefassten Johannes van den Bergh, noch ein Jahr in Mönchengladbach unter Vertrag.
Am Sonntag trafen sich sein Berater, der auch die Interessen des Gladbachers Marcel Ndjeng vertritt, sowie Werner und Meier am Rande des U17-Halbfinals der Deutschen Meisterschaft zwischen den Borussen und dem VfB Stuttgart. "Noch ist nichts konkret passiert. Erstmal steht ja die Einigung mit dem abgebenden Klub an. Wir wollen keine Ablösesumme bezahlen", sagt Wolf Werner. "Aber bis zum Trainingsauftakt am Mittwoch werden wir mit Sicherheit noch den einen oder anderen Zugang präsentieren." Dabei könnte es sich um den Defensivallrounder Tobias Nickenig handeln, zuletzt beim FC Vaduz in Liechtenstein am Ball. "Wir hatten Kontakt zu Fortuna, warten nun darauf, dass Wolf Werner sich meldet", sagt Nickenigs Berater Ronny Zeller.
Ex-Fortune Bekim Kastrati, von dem der Aufsteiger sich getrennt hat, steht derweil nach RP-Informationen auf der Wunschliste des neuen Drittligisten Holstein Kiel.
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