Fortuna: Fortuna ändert ihr Gesicht
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 16.09.2009 - 07:21Noch lässt sich Trainer Norbert Meier nicht in die Karten schauen, aber vor dem Zweitliga-Spiel bei RW Ahlen am Samstag (13 Uhr) scheint klar: Dmitri Bulykin muss auf die Bank. Jens Langeneke dagegen hofft auf sein Comeback.
Sie gehören zu den erfahrensten Spielern im Kader des Fußball-Zweitligisten Fortuna. Diese Eigenschaft ist aber nicht die einzige, die Dmitri Bulykin und Jens Langeneke in diesen Tagen vereint - sie sind beide auch nicht glücklich mit ihrer Situation. Bevor die Saison mit dem Pokalknaller gegen den Hamburger SV so richtig losging, hätte fast jeder die beiden Routiniers in die Düsseldorfer Startelf gesetzt. Langeneke aber kam nach einer Knieverletzung nicht mehr an den Innenverteidigern Hamza Cakir und Anderson vorbei.
Bulykin dagegen durfte stets anfangen, enttäuschte dabei aber so sehr, dass Trainer Norbert Meier die erneute Berücksichtigung des Russen in der Partie bei Rot-Weiss Ahlen (Samstag, 13 Uhr) kaum noch rechtfertigen könnte.
Da geht die Schere bei den beiden Sorgenkindern dann doch auseinander: Das eine, Langeneke, drängt in die erste Elf, das andere ist auf dem Weg hinaus. Wäre Axel Lawarée gesund, hätte der vom RSC Anderlecht ausgeliehene Bulykin wohl schon beim 1:1 gegen Augsburg auf der Bank Platz nehmen müssen. Lawarée aber plagt sich mit einer Adduktorenzerrung herum, pausiert immer noch im Mannschaftstraining - und Zugang Martin Harnik hatte erst wenige Einheiten bei Fortuna absolviert.
Inzwischen aber sind einige mehr hinzugekommen, und der österreichische Nationalspieler mischte in der - weitaus besseren - zweiten Hälfte gegen Augsburg anstelle von Bulykin schon mit. Ein Treffer gelang zwar auch ihm nicht, aber im Gegensatz zum teuersten Spieler des Kaders überzeugte Harnik wenigstens durch Spritzigkeit. Noch ist es sicher zu früh, den Stab über den 29-jährigen Russen zu brechen. Ein wenig beängstigend ist es aber schon, wie unmerklich die Fortschritte Bulykins, so es sie denn gibt, bislang ausfallen.
Vieles spricht in Ahlen also für Harnik, vieles spricht dort auch für Langeneke. Nicht nur, dass der 32-jährige Vize-Kapitän zwei Jahre bei den Westfalen unter Vertrag stand. An einem gesunden Langeneke kommt Trainer Meier kaum vorbei - und sei es nur, weil „Jenson“ wie kein anderer in Düsseldorf auf dem Platz den Ton angibt.
Nach ganz starken Spielen hat der Brasilianer Anderson gegen Augsburg erstmals ein wenig geschwächelt. Das heißt aber noch nicht, dass der 21-Jährige deshalb am Samstag weichen muss. Denkbar wäre auch, dass Langeneke auf der Sechser-Position, die er früher oft bekleidete, ins Team zurückkehrt. Oder Anderson rückt ins defensive Mittelfeld, was Meier in Testspielen schon probierte. Nur eins scheint sicher: Nicht allein wegen Claus Costas Muskelverletzung wird Fortunas Startformation ein anderes Gesicht bekommen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




