Fortuna: Fortuna - die Chemie stimmt
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 20.04.2011 - 07:48Obwohl Kai Schwertfeger, Thomas Bröker und Claus Costa bei Fortuna derzeit nur Ersatz sind, beklagt sich das Trio nicht. Im Gegenteil. Es drängt sich weiter auf, um wieder in die Startelf des Fußball-Zweitligisten zu kommen.
Claus Costa, Thomas Bröker und Kai Schwertfeger sind ein guter Beweis dafür, dass die Chemie bei Fortuna stimmt. Die drei Spieler eint das Schicksal, dass sie ihren Stammplatz verloren haben und auf der Ersatzbank Platz nehmen. Das Trio beklagt sich aber nicht, sondern stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Es kämpft um die Rückkehr in die erste Elf des Fußball-Zweitligisten. Alle drei sind ganz dicht dran. Wenn sie einspringen müssen oder eingewechselt werden, sind sie zuverlässig da.
So wie Abwehr-Allrounder Kai Schwertfeger, der am Freitag gegen Union Berlin ganz souverän für den gesperrten Johannes van den Bergh Außenverteidiger spielte und die linke Seite zumachte. Gegen Arminia Bielefeld (Sonntag, 13.30 Uhr) wird er seinen Platz wieder räumen müssen. Der 22-Jährige weiß, dass der Erfolg einer Mannschaft in großem Maße von der Zuverlässigkeit seiner Ersatzspieler abhängt. „Ich versuche immer, mein Bestes zu geben“, sagt er. „Ich verspüre keinen Riesendruck. Meine Chance wird schon noch kommen.“
Schwertfeger hatte zu Beginn dieser Saison Rechtsverteidiger Christian Weber verdrängt, fehlte zwischen dem siebten und 26. Spieltag keine Minute. Dann musste er seinen Platz wieder an Weber abgeben, der ganz stark trainiert hatte. Woran Schwertfeger noch arbeiten muss: Flanken und Offensiv-Spiel. Lobend sagt er über Weber: „Er hat das ordentlich gemacht.“
Angreifer Thomas Bröker, im Sommer von Rot-Weiss Ahlen gekommen, brachte eine Rückenverletzung aus dem Tritt. „Jetzt muss ich mich hinten anstellen“, sagt der 26-Jährige. Bröker war mit einer Verletzung nach Düsseldorf gekommen, hatte einige Wochen in der Reha verbracht und kämpfte sich mit enormen Ehrgeiz heran. Trainer Norbert Meier brachte ihn gegen 1860 München zum ersten Mal von Beginn an. Der Angreifer spielte so stark, dass der Coach nicht mehr an ihm vorbeikam. Bröker machte Dampf, glänzte als Vorbereiter und schoss in der Hinrunde vier Tore. Der Bruch kam zu Beginn der Rückrunde: Bröker laborierte an einer Rückenverletzung und verlor seinen Stammplatz. Eine Bewerbung für mehr Einsatzzeit lieferte er gegen Aue ab, als er während der letzten sieben Minuten im Angriff viel Theater machte.
Auch Claus Costa hat die bittere Erfahrung des Stammplatzverlustes gemacht. Der 26-Jährige war eine der großen Überraschungen in Fortunas erster Zweitliga-Saison nach dem Aufstieg gewesen. „Grätsche“ hatte sich einen Stammplatz erkämpft und war auf der „Sechs“ nicht mehr wegzudenken. Derzeit steht er etwas im Schatten von Adam Bodzek und Oliver Fink - hofft aber auf eine Chance am Sonntag gegen Bielefeld.
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