Fortuna: Fortuna-Fans aktiv gegen Rassismus
zuletzt aktualisiert: 18.10.2010 - 21:01Die FARE-Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung hat sich in den vergangenen Jahren zu Europas größter Antirassismuskampagne im Fußball entwickelt. In 35 Ländern gibt es Aktionen. Zum siebten Mal sind auch Fortunas Fans dabei.
Europaweit nehmen Fans, Spieler, Vereine, Verbände, Jugendzentren, Schulen und Sportmedien an den Aktionen teil, die vom Netzwerk "Fußball gegen Rassismus in Europa" (FARE) koordiniert werden. In Düsseldorf begannen die Veranstaltungen mit dem Heimspiel gegen den FC Augsburg: Da hatte die Düsseldorfer Flüchtlingsinitiative "Stay!" jugendliche Flüchtlinge eingeladen und präsentierte sich den Fans an einem Infostand.
Für die kommenden Tage haben viele verschiedene Gruppen rund um die Fortuna viele interessante Veranstaltungen geplant. Am Dienstag, 19. Oktober läuft ab 19.30 Uhr im Hinterhof an der Corneliusstraße 108 die gut einstündige Dokumentation „Football is Freedom“, ein Film des Fanprojekts Darmstadt und der Ultras Darmstadt. Anschließend gibt es eine Diskussion.
An gleicher Stelle gibt es am Donnerstag, 21. Oktober, ab 19 Uhr einen weiteren Film: "Partisanen im Piemont: Antifaschistischer Widerstand in Nordwestitalien". Das Video gibt Einblick in ein Kapitel deutscher Besatzungsgeschichte, das bis heute in Deutschland kaum bekannt ist.
Das Fanprojekt präsentiert dann am Samstag, 23. Oktober, ab 11 Uhr einen alternativen Stadtrundgang durch Düsseldorf mit dem Schwerpunkt NS-Zeit. Treffpunkt ist das Carsch-Haus an der Heinrich-Heine-Allee. Der Rundgang für Personen ohne Vorwissen dauert etwa anderthalb Stunden und beinhaltet auch den Besuch der Mahn- und Gedenkstätte. Die Leitung des Rundganges hat Tobias Theuerkorn, Student, Fortuna Fan und freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.
Der Rundgang für Personen mit Vorwissen dauert etwa zweieinhalb Stunden und beinhaltet den Besuch des Stadtmuseums. Leiter des Rundganges hat Frank Sparing, Autor mehrerer Veröffentlichungen zum Thema Nationalsozialismus in Düsseldorf.
Das Fanprojekt ist am Montag, 25. Oktober, ab 19.30 Uhr im Haus der Jugend an der Lacombletstraße 10 Veranstalter des Vortrags "Ultras, Politik und Rechtsextremismus". Es geht um die politische Geschichte der Ultras in Italien und was das mit den deutschen Ultras zu tun hat.
Der Supporters Club lädt für Donnerstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr ins Haus der Jugend ein: Dort heißt es dann "Das Versteckspiel - Lifestyle, Symbole und Codes von neonazistischen und rechten Gruppen". Es sollen die Codes und Symbole der rechten Szene beleuchtet werden und ihr Zusammenhang mit einem konkreten Lifestyle, zu dem auch bestimmte Markenkleidung gehört. Der Vortrag bietet verschiedene Informationen zu extrem rechter Symbolik unter verschiedenen Gesichts- bzw. Schwerpunkten. Eine Veranstaltung zusammen mit dem apabiz Berlin.
Das Alerta Düsseldorf präsentiert am Samstag, 30. Oktober, ab 20 Uhr, im Hinterhof an der Corneliusstraße 108 eine Party auf zwei Floors unter dem Titel „United Colours of Fortuna Düsseldorf“. Es wird im Café Ska, Reggae, Punkrock und Soul gespielt und in der Halle Electro, Trash und Hip Hop. Außerdem gibt es eine Cocktailbar, afrikanisches Essen, Info- und Merchandising.
Die Hauptaktion des gesamten Bündnisses der FARE-Aktionswoche soll es am Montag, 1. November, ab 20.15 Uhr im Rahmen des Heimspieles gegen den MSV Duisburg geben.
Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Der Kampf gegen Homophobie im Fußball - Was muss vor Ort konkret passieren?" gibt es am Mittwoch, 10. November ab 19 Uhr im PULS an der Corneliusstraße 28. Teilnehmen werden Jana Hansjürgen (PULS Düsseldorf) und Dieter Bott (Fansoziologe). Die Veranstalter hoffen, dass auch Fortuna-Präsident Peter Frymuth und ein aktueller Profispieler von Fortuna teilnehmen. Die Leitung der Diskussion wird David Kurr von Alerta haben. Im Anschluss an die Diskussion wird der Film "11 Men Out" gezeigt, eine Tragikkomödie um Homosexualität im Fußball.
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