Fortuna: Fortuna feiert Party in Ahlen
RP - zuletzt aktualisiert: 20.09.2009 - 23:06Mit einer bemerkenswerten Vorstellung sicherte sich der Aufsteiger in der 2. Fußball-Bundesliga einen 4:1-Sieg bei Rot-Weiss Ahlen. Drei Stürmer trafen, der vierte Martin Harnik gehörte zu den besten Spielern.
Es war der Tag der Premieren im Wersestadion. Dmitri Bulykins erstes Pflichtspiel-Tor für Fortuna, Treffer Nummer eins für Marcel Gaus im Trikot der ersten Mannschaft, der erste Einsatz Martin Harniks vom Anpfiff an und natürlich Fortunas erster Sieg bei Rot-Weiss Ahlen. Dass dieser mit 4:1 gleich sehr deutliche Ausmaße annahm, rundete die bemerkenswerte Düsseldorfer Fußball-Party ab.
Fast 4000 Fortuna-Fans unter den 6612 Zuschauern feierten eine rauschende Ballnacht zur samstäglichen Mittagsstunde. Längst vergessen waren die Irritationen vor Spielbeginn, als Innenverteidiger Anderson zunächst auf dem Spielberichtsbogen stand, dann doch wieder gestrichen wurde. Der Brasilianer hatte schlicht die Abfahrt des Busses am Mannschaftshotel verpennt, war erst von Teamarzt Dr.\x0fUlrich Keil in dessen Privatwagen ins Stadion nachgefahren worden. So erlebte Hamza Cakir, trotz starker Leistungen in den Spielen zuvor auf die Bank verbannt, ein Blitz-Comeback in der Startelf.
Rot-Weiss Ahlen - Fortuna 1:4
Fortuna: Ratajczak Weber, Cakir, Langeneke, Hergesell Costa Fink, Lambertz, J. van den Bergh (84. Anderson) - Jovanovic (37. Bulykin), Harnik (73. Gaus).
Schiedsrichter: Schößling (Leipzig).
Zuschauer: 6612.
Tore: 0:1 Lambertz (1.), 0:2 Jovanovic (13.), 1:2 Bröker (23.), 1:3 Bulykin (57.), 1:4 Gaus (79.).
Gelbe Karten: Döring, Blacha / Langeneke (1), Costa\x0f(1)
Nicht die einzige Blitzaktion bei Fortuna: Nach nur 18 Sekunden schoss Kapitän Andreas Lambertz das 0:1, das die ohnehin durch ihren schwachen Saisonstart stark verunsicherten Gastgeber nervlich völlig zerrüttete. Es war ein Produkt perfekter Kommunikation auf dem Platz, wie der bärenstarke Harnik hinterher berichtete: „Ich leite einen Pass von Christian Weber weiter und rufe Ranisav Jovanovic zu, er solle den Ball durchlassen. Lumpi ruft das Gleiche und dann war er schon durch Richtung Tor.”
Für seinen Gehorsam wurde der Serbe wenig später mit dem Treffer zum 0:2 belohnt. Kleiner Makel: Harnik stand zuvor mit einem Bein im Abseits. Als Gegenleistung schenkte Fortuna den Ahlenern das Anschlusstor, indem Oliver Fink ohne Not einen folgenreichen Diagonal-Pass spielte. „Zum Glück ist Olli ein kluger Kopf”, betonte Trainer Norbert Meier. „Er kann seine Leistung gut einschätzen und hat nach diesem Fehler eine viel bessere zweite Hälfte gespielt.”
Fink reihte sich mit dieser Steigerung in ein bestens funktionierendes Fortuna-Team ein. Überragende Einzelspieler waren Lambertz, Harnik und Jovanovic, aber auch das Duo Fabian Hergesell/Johannes van den Bergh war eine wichtige Entdeckung endlich passte auf der linken Seite die Abstimmung.
Anderson muss sich übrigens keine größeren Sorgen wegen seines zu langen Nickerchens machen. „Wir reißen dem Jungen jetzt nicht den Kopf ab”, sagte Trainer Meier. „Wir ziehen vielmehr unsere Lehren aus der Sache und legen ihn künftig mit jemandem auf ein Zimmer, der perfekt Deutsch spricht.” Der Burkiner Patrick Zoundi, in Ahlen Andersons Zimmerpartner, war in Sachen Busabfahrt offenbar nicht der ideale Vermittler.
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