Fortuna: Fortuna-Fieber vor dem Derby
VON GERNOT SPECK - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 00:07Mehr als 40.000 Zuschauer strömen am Sonntag (13.30 Uhr) in die Esprit-Arena zum Fußball-Zweitliga-Duell zwischen der Meier-Elf und dem MSV Duisburg. Auf beiden Seiten kommt es zum Wiedersehen mit dem Ex-Klub.
Ein Zeitreisender, der sich vom 7. Dezember 2002 direkt ins Heute versetzt, würde staunen: Vor mehr als sieben Jahren hatte Fortuna die Fußballpartie der Oberliga Nordrhein mit 0:3 bei den Amateuren des MSV Duisburg verloren. Bei eisigen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt befanden sich auch die Treuesten der 900 mitgereisten Fortunafans im damaligen Wedaustadion in Schockstarre: „Wir haben die Schnauze voll! Wir sind Fortunen und ihr nicht!” So schallte es durch das Oval.
Und jetzt? Ziemlich genau 86 Monate danach fiebert der halbe Niederrhein dem Derby zwischen den Düsseldorfern und den Zebras entgegen, die diesmal nicht ihre Nachwuchskicker schicken, sondern mit der Zweitliga-Truppe antreten. Mehr als 40.000 Zuschauer wollen live in der Esprit-Arena dabei sein. Die Begegnung 2002 fasste der damalige Kapitän Frank Schön in der alarmierenden Parole „Wir wollen nicht, dass Fortuna untergeht” zusammen. Diese Gegenüberstellung zeigt, welch positive sportliche Entwicklung der Flingerner Klub in den vergangenen Jahren genommen hat. Er spielt wieder im Konzert der Großen mit, die Fans strömen zahlreicher als jemals zuvor zu den Spielen der Flingerner.
So geht es weiter:
Sonntag, 14.02.: FC Augsburg - Fortuna
Freitag, 19.02.: Fortuna Rot-Weiss Ahlen
Montag, 01.03.: Alemannia Aachen - Fortuna
Freitag, 05.03.: Fortuna - Greuther Fürth
Samstag,13.03: FSV Frankfurt - Fortuna
Montag, 22.03.: Fortuna - 1.FC Kaiserslautern
Kein Akteur des damaligen 0:3-Debakels steht heute mehr im Kader. Ben Abelski saß auf der Bank, ist noch aktiv in Fortunas Zweiter Mannschaft. Beim kommenden Gegner tat sich in jenen Dezember-Tagen auch Großes: Fortunas heutiger Trainer Norbert Meier, übernahm eine Woche vor Weihnachten 2002 das Ruder bei den MSV-Profis. Beim folgenden Aufeinandertreffen zwischen den Rot-Weißen und den Blau-Weißen hatte er längst die Seite gewechselt: Aus heutiger Sicht ist kaum zu glauben, dass beim Testspiel am 4.\x0fMärz 2008, also vor weniger als zwei Jahren, beide Teams noch zwei Klassen trennten. Christian Weber, damals noch in Diensten der Meidericher, fehlt ausgerechnet am Sonntag aufgrund der fünften Gelben Karte, die er in Koblenz kassierte.
Bei den Duisburgern dürften besonders Olcay Sahan und Alon Abelski, jüngerer Bruder von Ben, auf ihren Einsatz hoffen. Beide stammen aus der Düsseldorfer Jugend. Inzwischen haben sie es in den Zweitligakader der Zebras geschafft\-\-. Man kennt sich am Sonntag auf und neben dem Rasen.
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