Fortuna: Fortuna gegen RWE - bleibt es friedlich?
VON GERNOT SPECK UND BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 08.04.2008 - 00:16Wenn am Dienstag um 19.30 Uhr in der Duisburger MSV-Arena die Fußball-Regionalligisten Fortuna Düsseldorf und Rot-Weiss Essen zum Finale um den Niederrheinpokal aufeinandertreffen, dann sind die Erinnerungen an den 8.Dezember 2007 wieder präsent.
Es waren ganz ähnliche Bilder wie am vergangenen Bundesliga-Samstag, als Anhänger des 1.FC Nürnberg in Frankfurt randalierten. Vor vier Monaten waren die Leuchtraketen aus dem Düsseldorfer Block an der Essener Hafenstraße auf den Platz geflogen.
Die Schuldfrage ist seinerzeit nur höchst unzureichend geklärt worden. Fortuna stellte Verband und Polizei zahllose Fotos und Videos zur Verfügung, „aber die haben angeblich vor Gericht keinerlei Beweiskraft“, berichtet Fortunas Manager Wolf Werner. Die Folge: Es wurden nur die Vereine, keine Täter bestraft. Über die Gewichtung ist Werner noch heute verärgert: „Essen sollte ursprünglich 40000 Euro zahlen, weil der Ordnungsdienst zu nachlässig gewesen sei. Nach etlichen Einsprüchen von RWE ist davon weniger als die Hälfte übrig geblieben. Wir dagegen durften als Strafe im Punktspiel gegen Wuppertal nur 15000 Karten verkaufen.“ Und das war im Vergleich erheblich teurer.
Das Wichtigste für alle Beteiligten ist freilich, dass sich heute die Vorfälle vom Dezember nicht wiederholen. Dafür legten sich Vertreter beider Fanlager mächtig ins Zeug, dafür kündigt Achim Blättermann, Sprecher der Polizei Duisburg, einen „erhöhten Kräfte-Einsatz“ an: „Wir schätzen die Begegnung höher ein als ein Bundesligaspiel.“
Deshalb sollten auch die Tageskassen geschlossen bleiben, um mögliche Gewalttäter sicherer fernzuhalten. Da bis gestern aber nur 7500 Karten verkauft wurden (6500 davon in Düsseldorf), werden die Kassen nun doch geöffnet. Hoffentlich kein Eigentor des ausrichtenden Fußballverbands Niederrhein.
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