Die Heimserie von Fortuna Düsseldorf ist gerissen. Gegen Hertha BSC unterlag die Mannschaft von Trainer Norbert Meier, die im Vorjahr im heimischen Stadion ungeschlagen geblieben war, mit 1:2. Durch die zweite Pleite im zweiten Ligaspiel ist der Fehlstart perfekt.
Der große Aufstiegsfavorit Hertha tat sich zunächst schwer gegen Fortuna. Kein Wunder, der Frust saß tief bei den Düsseldorfern nach den beiden Auftaktpleiten in Koblenz (0:1) und Cottbus (0:2).
Nichts deutete in den ersten 20 Minuten darauf hin, dass die Berliner einen Blumentopf gewinnen könnten. Fortuna war klar besser und am Drücker.
Der gebürtige Berliner Ranisav Jovanovic leitete mehrfach mit geschicktem Direktspiel gefährliche Angriffe ein, und die Millionen-Truppe von Trainer Markus Babbel machte in dieser Anfangsphase lediglich durch einige Schnitzer auf sich aufmerksam.
Mehr als 30.000 Zuschauer waren zur Heim-Saison-Premiere in die Esprit-Arena gekommen ...
... und sorgten für eine tolle Stimmung.
Eine simple Szene genügte jedoch, all dies gänzlich auf den Kopf zu stellen. Bei einer Freistoßflanke von Nikita Rukavytsya fühlte sich erstaunlicherweise niemand in der Deckung der Gastgeber für Rob Friend verantwortlich, ...
... und der Ex-Gladbacher nutzte diesen Tiefschlaf zum 0:1. Ein Wirkungstreffer, wie sich sehr bald zeigen sollte.
Friend (hier im Dauerduell mit Innenverteidiger Jens Langeneke) nutzte die erste Berliner Chance zur Führung.
Fünf Minuten später trafen die Berliner noch einmal in Düsseldorfs Kasten. Valeri Domowtschiski machte den Treffer.
Den von der Unterkante der Latte zurücvkspringenden Ball ...
... versenkt er zum Berliner 2:0 im Kasten.
Die Düsseldorfer Innenverteidiger mit Tiago (links) und Jens Langeneke (rechts, hier mit Fried) sahen da erneut alles andere als gut aus.
Wellington (links, hier mit Landsmann Tiago) bejubelt sein Traumtor aus 30 Metern in der 81. Minute zum 1:2. Fortuna hatte noch Chancen, doch der Anschlusstreffer kam letztendlich zu spät, um noch die Wende zu schaffen.
Trainer Norberrt Meier hatte seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert; Tiago spielt für Lukimya in der Innenverteidigung, und Andreas Lambertz rückte für Sascha Dum in die Startelf.
Einer der besten Fortunen: war Patrick Zoundi.
Der Burkiner machte über rechts Druck, wechselte nach der Pause in die Mitte und hatte auch dort einige gute Szenen.
Er hatte nach drei Minuten die erste Chance, als er eine schafre Hereingabe von van den Bergh über das Tor jagte.
Ein gute Möglichkeit hatte in der 12. Minute Marco Christ, der einen Freistoß ans Außennetz setzte.
In der Halbzeit wechselte Meier zweimal: Er brachte Wellington für den ...
... enttäuschenden Torghelle.
... für Marco Christ, der bis auf diesen Freistoß nicht viel zustande brachte.
Christian Lell war in vielen Hakeleien und kleinen Fouls verwickelt, ...
... bringt hier Jojo van den Bergh zu Fall.
Chrsitain Lell und Jens Langeneke rasseln aneinander.
Arts rettet nach Zoundi-Flanke vor dem einköpfbereiten Wellington, ...
... der nach seiner Einwechslung für viel Wirbel sorgte.
Wellington trauert der vergebenen Möglichkeit nach, sendet ein Stoßgebet gen Himmel.
Andreas Lambertz war nach dem Wechsel fast schon wieder der Alte, im ersten Durchgang sah man ihn nur einmal, als er in der 39. Minute 20 Meter vor dem Hertha-Tor zum Schuss kommt, den Ball aber nicht richtig trifft.
Der Brasilianer Tiago (hier beim Duell mit Friend) war ein glatter Ausfall, konnte seine Chance nicht nutzen.
Im ersten Spiel war er gesperrt gewesen, rückte für den schwachen Lukimya in die erste Elf. Beim 0:1 kam er gegen Friend zu spät, machte auch sonst mit Fehlpässen auf sich aufmerksam.
Nach der Pause kehrte Fortuna mit Macht zurück.
Der Trainer hatte in der Kabine eine leidenschaftliche Ansprache gehalten.
Lambertz, Dum und van den Bergh haben Möglichkeiten, werden aber geblockt.
In der 79. Minute bringt der Trainer Angreifer Sascha Dum für den Defensivspieler Claus Costa.
Auch Jens Langeneke schaltet sich ins Angriffsspiel ein.
Wellington hat gute Szenen, sorgt für einigen Wirbel.
In dieser Szene tritt Christian Lell dem eingewechselten Thomas Bröker in die Hacken.
Die Fortuna-Fans jubelten, freuten sich über den vermeintlichen Foulelfmeter. Doch es kam anders. Christian Weber und Jojo van den Bergh ahnten schon, was folgte und versuchten den Schiedsrichter umzustimmen.
Der mit gelb bereits verwarnte Stürmer sieht die Gelb-Rote Karte.
Die Fans auf der Südtribüne sind erbost, sie wollen Elfmeter für Fortuna statt Gelb-Rot wegen einer Schwalbe. Jovanovic hat ein Feuerzeug auf dem Platz
Wenig später war Schluss. Riesig war die Enttäuschung nach dem Abpfiff.
Fortuna kassiert die erste Heimniederlage seit mehr als einem Jahr und ist in der neuen Spielzeit weiter ohne Punkt.
Perdedaj hilft Wellington auf die Beine.