Fortuna II: Fortuna II erkämpft Remis
VON MAXIMILIAN LONN - zuletzt aktualisiert: 22.01.2012 - 19:20In einem über weite Strecken ereignisarmen Lokalderby konnte Fortunas Zweitvertretung dem Wuppertaler SV einen Punkt abtrotzen. Vor allem die Defensive der Düsseldorfer bot im zweiten Durchgang eine starke Leistung.
Nach dem 0:0 gegen den Wuppertaler SV hat Fortunas Zweitvertretung die Spitzenposition in der Fußball-Regionalliga übernommen – allerdings nicht in der Tabelle, sondern in der Kategorie „Mannschaften mit den meisten Unentschieden“. Für das Team von Trainer Goran Vucic war es nämlich bereits das zehnte Remis in dieser Saison.
Ein Punkt, mit dem die Flingerner allerdings sehr gut leben konnten, denn wirklich zwingende Torchancen fanden bei der stark ersatzgeschwächten Fortuna nur in Ansätzen statt. „Wir hatten in den ersten 15 Minuten zu viel Respekt gehabt“, resümierte Vucic, „doch danach haben wir ganz gut gespielt.“ In der Tat hatten die Rot-Weißen nach einer Viertelstunde ihre beste Phase im gesamten Spiel.
Fortuna II - Wuppertaler SV 0:0
Fortuna II: Sancaktar – Passage, Incilli, Klemt, Nandzik – Haufe, Fahrian – Erat, Krol (81. M’Bengue), Schikowski (74. Maheu) – Aydin (90+3. Blaas).
Tore: -
Schiedsrichter: Börner (Iserlohn).
Zuschauer: 995.
Gelbe Karten: Schikowski, Fahrian, Maheu (Düsseldorf) - Flottmann (Wuppertal)
Besonders Aliosman Aydin konnte sich dabei in den Vordergrund spielen. Der Startelfdebütant eroberte in der Sturmspitze viele Bälle und leitete die gefährlichsten Aktionen der Hausherren ein. So auch in der 28. Minute: Nach einem Zweikampf im Mittelfeld behauptete Aydin das Spielgerät und spielte quer zu Tugrul Erat. Der rechte Flügelflitzer zog in den Strafraum, doch anstatt selber abzuziehen, spielte er das Kunstleder nochmal zum mitgelaufenen Dennis Krol rüber, der allerdings die große Chance zum Führungstor nicht nutzen konnte und völlig freistehend am Gehäuse der Wuppertaler vorbeizog. „In dieser Situation muss Tugi das Tor einfach selber machen wollen“, ärgerte sich Vucic hinterher.
Die Gäste indes kämpften im ersten Durchgang vor allem mit dem rutschigen Rasen im Paul-Janes-Stadion. Die Folge: Zahlreiche Fehlpässe und Stockfehler auf beiden Seiten. Dazu fehlte dem Derby lange Zeit die nötige Emotionalität. Einzig die 995 Zuschauer am Flinger Broich sorgten für Stimmungauf den Tribünen
Erst nach dem Seitenwechsel konnte der WSV seinem Favoritenstatus gerecht werden. Besonders der eingewechselte Marco Quotschalla stellte die Abwehr der Fortuna vor einige Probleme. Als der Druck der Gäste kontinuierlich zunahm, schlug die Stunde von Edin Sancaktar. Der Keeper konnte sich einige Male auszeichnen und entschärfte mehrere brenzlige Situationen.
Auf der anderen Seite bemühten sich die Düsseldorfer, das Unentschieden zu halten. Auch als Vucic in Justin Maheu einen zweiten Angreifer auf den Platz schickte, kam die „Zwote“ nur noch vereinzelt in die Nähe des Tores von Gäste-Torwart Christoph Semmler, sodassletzlich beim torlosen Remis blieb.
„Bei den jungen Spielern fehlte es heute einfach am Selbstvertrauen“, konstatierte Vucic nach dem Schlusspfiff und sein Gegenüber Hans-Günter Bruns verzweifelte an der schlechten Chancenauswertung seines Teams: „Wir haben reihenweise Torchancen liegengelassen“, ärgerte sich der Wuppertaler Coach. „Wenn man solche Möglichkeiten hat, wie wir, muss man einfach ein Tor machen.“
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